Melodien symbolisieren die Wildheit der Natur

Von: kw
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Der Trompeter Thomas Walter (stehend) konnte auch gesanglich in Begleitung des Orchesters auf voller Länge überzeugen. Foto: Wollseifen

Nideggen. Von Klassik bis Pop über Swing bis hin zu Filmmusik: Die Musikgruppe 79 aus Huchem-Stammeln” hat in der Nideggener St.-Johannes-Baptist-Kirche unter der Leitung von Anja Leu ein Benefizkonzert gespielt.

Die Spenden aus dem Benefizkonzert gehen an das „Soziale Netzwerk Nideggen”, das Arme und Bedürftige aus dem Raum Nideggen unterstützt. „Wir wollen den Menschen um uns herum helfen”, erklärte Andreas Vontz, der Vorsitzender der Musikgruppe ist.

Der Auftritt stand unter dem Zeichen von Kontemplation und Einkehr: „Für Besinnung ist immer Zeit”, wie Vontz erläuterte, „auch kurz vor Karneval.”

Dabei war das Programm sehr abwechslungsreich und interessant gestaltet: Den Auftakt machte das Orchester mit dem eindrucksvollen Stück „Leningrad” von Billy Joel, in dem es um die Verlustbewältigung im Zweiten Weltkrieg und Völkerverständigung geht. Vor allem durch die starke Dynamik konnte dieser Hintergrund in der Musik wiedergefunden werden.

„Jupiter´s Theme”, ein Thema aus dem Gesamtwerk „The Planets” von Gustav Holst, verkörperte die tiefe und mächtige Klangfarbe des Orchesters. Für Abwechslung sorgte der Vortrag von verschiedenen Gedichten, die zur besinnlichen Stimmung auch hervorragend beitrugen. Mit „Colors of the wind”, das von Frank Bernaerts arrangiert wurde, machte die Musikgruppe einen kleinen Ausflug in die Welt der Filmmusik von „Pocahontas”.

Genau wie Disney in seinen Filmen Geschichten zeigt, die berühren, konnten auch die Musiker überzeugen. Durch ein emotional gespieltes Legato und dynamische Akzente konnten die Zuhörer nachvollziehen, wie Pocahontas die britischen Kolonialherren die Seele der Natur entdecken ließ. Die ruhigen und wilden Melodien konnten mit den Launen der unberührten Natur gleichgestellt werden.

Aber auch Kompositionen aus der Weihnachtsmusik wurden gespielt: „Halleluja” von Leonard Cohen erforderte perfektes Zusammenspiel. Das Medley „Swing into Christmas”, das auch von Frank Bernaerts arrangiert wurde, beinhaltete viele Melodien, die nicht nur zur Weihnachtszeit mitreißen und zum Mitwippen einladen.

Das ganze Konzert wurde von einem Mitglied des Orchesters moderiert. Der Tubaspieler erklärte den Hintergrund der Stücke lebhaft, interessant und mit viel Witz. So folgte noch „Jericho” arrangiert von William Himes, von dem sicherlich die imposante Trompeten-Fanfare zu Beginn des Stückes in Erinnerung bleiben wird.

Ein weiterer Akzent war das Gesangssolo von Thomas Walter mit orchestraler Begleitung im Stück „The Rose” von Amanda McBoom. Thomas Walter, der eigentlich Trompete spielt, konnte auch gesanglich mit seiner gefühlvollen und tonsicheren Stimme überzeugen.

„O du fröhliche”

Nach dem letzten Stück „The Saints Halleluja” arrangiert von Luther Henderson und Calvin Custer, in dem sich einzelne Melodienelemente der Stücke „Halleluja” und „Oh when the Saints” zu einer passenden Gesamtheit zusammen fügten, folgte die Zugabe „O du Fröhliche”. Sie bildete einen schönen Abschluss zum Zeichen der Besinnung und des Spendenprojektes.
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