Mehr Sicherheitskräfte? Ausschuss vertagt Entscheidung

Von: inla
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Düren. Politiker und Verwaltung machten am Freitag Überstunden – und gingen gegen 19.30 Uhr ohne greifbares Ergebnis auseinander. Das war aber auch anders nicht zu erwarten gewesen.

Der Hauptausschuss befasste sich in einer Sondersitzung mit dem Thema Sicherheit im Allgemeinen und mit der personellen Aufstockung des Ordnungsdienstes und einer Videoüberwachung an neuralgischen Punkten in Düren im Speziellen. Am Ende des Tages verständigte sich der Ausschuss darauf, zunächst weiter zu beraten und sich dann in der Osterzeit erneut mit dem Thema zu befassen. Ob tatsächlich beschlossen wird, den Sicherheits- und Ordnungsdienst (SOD) zu erweitern und an manchen Punkten Videoanlagen zu installieren, bleibt dahingestellt. Der personelle Ausbau würde jährlich mehr als 300.000 Euro kosten. Und über den Einsatz von Videokameras kann nicht die Stadt, sondern nur die Kreispolizeibehörde entscheiden.

Das Ordnungsamt der Stadt Düren wünscht sich zunächst nur drei neue Stellen, „wir würden uns natürlich über jede weitere freuen“, sagte Rechtsdezernentin Christine Käuffer im Ausschuss. Die CDU fordert sechs neue Kräfte und hält an ihrem dahingehenden Antrag fest. Die „Ampel“-Koalition hatte im Vorfeld betont, nicht grundsätzlich gegen einen Stellenausbau zu sein, wollte sich aber zunächst näher mit den Aufgaben des Ordnungsdienstes befassen.

Dezernentin Käuffer sagte, mit den derzeitigen zehn Beschäftigen sei keine regelmäßige Streife in der Dürener City und in den Stadtteilen möglich. Die SOD-Kräfte sind in der Woche von 7.15 bis 20 Uhr und am Wochenende bis 2 Uhr unterwegs. Käuffer spricht von einer hohen Fluktuation. Von den Ende 2014 beschäftigten zehn Kräften seien heute nur noch vier dabei. Dies führte die Juristin auch auf die hohe psychische Belastung zurück.

CDU-Fraktionschef Stefan Weschke sagte, dem „deutlich verstärkten Sicherheitsbedürfnis der Menschen“ müsse Rechnung getragen werden. SPD-Fraktionsvorsitzender Henner Schmidt betonte, dass es auch einen pädagogischen Ansatz geben müsse und will die Arbeit der SOD-Kräfte deshalb mit der präventiven Tätigkeit von Straßensozialarbeitern verknüpfen.

Der Ausschuss machte seine Arbeit in sachlicher, unaufgeregter Atmosphäre, wie auch Bürgermeister und Ausschussvorsitzender Paul Larue herausstellte. Das sei der „komplexen Materie“ angemessen, sagte Larue, bevor er viele aus Politik und Verwaltung „in den Karneval“ verabschiedete.

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