Freizeittipps

Mehr Sicherheit durch Videoüberwachung

Von: Jörg Abels
Letzte Aktualisierung:
dkb4_xxx
DKB-Geschäftsführer Bernd Böhnke (r.) und der Aufsichtsratsvorsitzende, Landrat Wolfgang Spelthahn, warfen gestern einen ersten Blick auf die neue Videotechnik, die künftig aus elf Bussen gestochen scharfe Bilder liefert. Foto: Jörg Abels

Düren. Wer öfter in Bussen unterwegs ist, sieht immer wieder aufgeschnittene Sitzpolster, beschmierte Rückenlehnen oder aus purer Langeweile und Zerstörungswut angekratzte Scheiben. Allein bei der Dürener Kreisbahn summieren sich die Vandalismusschäden jährlich auf bis zu 60.000 Euro.

Besonders betroffen: die Gelenkbusse, in denen der Fahrer schon allein aufgrund der Länge der Fahrzeuge kaum alle Winkel einsehen kann, schon gar nicht, wenn sie vollbesetzt sind. Damit soll jetzt Schluss sein: Bis zum Jahreswechsel stattet die DKB elf ihrer Fahrzeuge, darunter alle Gelenkbusse, für 30.000 Euro mit moderner Videotechnik aus.

„Aus Erfahrung wissen wir, dass der Vandalismus in den Fahrzeugen im ersten Jahr um 60 bis 90 Prozent abnimmt”, nährt Werner Mögle vom Hersteller Derovis die Hoffnung von DKB-Geschäftsführer Bernd Böhnke, dass sich die Investition schon binnen zwei Jahren amortisiert.

Vandalismusprävention ist aber nur ein positiver Effekt der Videoüberwachung. In seiner Funktion als DKB-Aufsichtsratsvorsitzender wirbt Landrat Wolfgang Spelthahn angesichts der sensiblen Frage öffentlicher Datenspeicherung auch aus Gründen größerer Sicherheit für Fahrgäste und Personal um Verständnis für die 48-stündige Speicherung der Bilder. Spelthahn erinnert in diesem Zusammenhang an den S-Bahn-Schubser aus Hamburg, der sich 2004 nur deshalb der Polizei stellte, weil sein Konterfei dank Videoüberwachung tagelang in allen Medien präsent war. Auch hier heißt das Prinzip: Abschreckung.

Der Fahrgast erkennt die Fahrzeuge an einem kleinen grünen Aufkleber „Videoüberwachung” an der Einstiegstür.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert