Mehr als nur eine Leiche im Keller...

Von: lp
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Arsen im Holunderwein: Abby und Martha haben ein neues Opfer gefunden. Foto:lp Foto: lp

Düren. Liebenswürdig, großzügig und mit großmütterlichem Charme: So stellt man sich ältere Damen vor. Die Schwestern Abby und Martha Brewster erfüllen diese Klischees voll und ganz. Umso schockierter ist ihr Neffe Mortimer, als er eines Tages eine Leiche in der Fenstertruhe entdeckt...

Fast ein Jahr Probenzeit liegt hinter den Schülerinnen des Literaturkurses 12 der St.-Angela-Schule, die nun in zwei Aufführungen Joseph Kesselrings Kriminalkomödie „Arsen und Spitzenhäubchen” auf die Bühne brachten.

Ein Stück, in dem es keinesfalls so beschaulich zugeht, wie es die gemütliche Wohnzimmerkulisse vermuten lässt. Sobald die Handlung mit der Entdeckung der Leiche Fahrt aufnimmt, gibt es keine ruhigen Momente mehr für die Charaktere und ihre Darsteller. In temporeichen Dialogen reiht sich Szene an Szene.

Morde aus Nächstenliebe

Mortimer verliert nicht nur fast den Verstand, als er erfährt, dass Abby (Zofia Budzynska/Sevgi Simsek) und Martha (Carina Wagner/Julia Braun) zwölf alte einsame Herren aus „Nächstenliebe” ermordet haben, er muss die beiden auch noch davon abhalten, weiteren Männern Gift in den Holunderwein zu mischen.

Während er versucht, seinem verrückten Bruder Teddy (Laura Zilling/Anna Lernbecher) die Morde in die Schuhe zu schieben, taucht der böse Bruder Jonathan auf. Dieser frönt dem gleichen Hobby wie seine Tanten und hat sich als nächstes Opfer Mortimer ausgesucht.

Den vermeintlichen Nachteil, dass für die männlichen Charaktere nur weibliche Darsteller zur Verfügung standen, wussten die Schauspielerinnen für sich zu nutzen. Dass Mortimer (Ronja Lintermann/Lisa Pütz) von seiner Verlobten Elaine (Simona Ulm/Hannah Knoblauch) um einen Kopf überragt wurde, sorgte für zusätzliche Lacher.

Auch Jacqueline Heister und Lara Blume konnten trotz weiblicher Stimmen als grausamer Bösewicht Jonathan überzeugen und bildeten einen amüsanten Gegenpart zum komisch-trotteligen Komplizen „Einstein” (Tanja Bock/Sanja Gast) - eine Figur, in der sich die Komik des Stückes sehr deutlich zeigt.

Das Publikum wurde sehr schnell in den Bann der Handlung gezogen und belohnte die Darsteller bereits während der Vorstellungen mit viel Szenenapplaus.

Peter Lehnen, der mit Referendarin Monika Klitscher Regie führte, war sehr zufrieden mit der Leistung der Schauspielerinnen und resümierte schlicht: „Spitze, spitze, spitze!”

Als Dankeschön bekamen die beiden nach der letzten Vorstellung von ihren Schülerinnen noch ein Geschenk: eine Flasche Holunderwein.
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