Mehr als 40 Jahre Zentrum der Jugendarbeit

Von: Fred Schröder
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Die Buchstaben an der Hausfront werden abmontiert und das Kreuz ist von der Wand genommen: Haupt- und ehrenamtliche MitasrbeiterInnen des Roncalli-Hauses nahmen Abschied von dem Jugendheim an der Josefskirche. Foto: Schröder

Düren. „Da geh ich nicht mehr rein“: Kaum hatte der letzte Möbelwagen die Auffahrt zum Roncalli-Haus im Dürener Süden verlassen, brachte Elmar Decker die Empfindungen auf den Punkt. Wehmut herrschte bei den haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern, die Abschied von einem Haus nahmen, das mehr als vier Jahrzehnte die Jugendarbeit im Südosten der Stadt dominierte.

Jetzt wird das Roncalli-Haus, inzwischen von der Pfarre St. Lukas und der Gemeinde St. Josef an einen Investor verkauft, zu Wohnraum umgebaut.

Im Rahmen des vom Bistum Aachen angestoßenen kirchlichen Immobilienmanagement (KIM) hat St. Lukas auch die benachbarte Paul-Kuth-Begegnungsstätte verkauft. Ein Bagger hat sie bereits in Trümmern gelegt. Die offene Jugendarbeit aber geht im „neuen“ Roncalli-Haus weiter. Nach einer vorübergehenden Bleibe in einer früheren Arztpraxis an der Zülpicher Straße, unmittelbar neben der Kirche St. Josef, wird eine endgültige Bleibe im umgebauten Teil der Gemeindeverwaltung St. Josef gleich neben dem Pfarrhaus entstehen. Dort stehen dann der offenen Kinder- und Jugendarbeit 130 Quadratmeter zur Verfügung. Das jetzige Gemeindebüro zieht in die bisherige Sakristei um.

Bei aller Wehmut (Elmar Decker: „Hier bin ich 27 Jahre aus- und eingegangen“) überwiegt aber die Freude, dass man die Arbeit rund um die Kirche fortsetzen kann. Das Roncalli-Haus, Anfang der 70er Jahre erbaut, wird weiter der Treffpunkt der Kinder und Jugendlichen im Südosten der Stadt sein. „Für uns bleibt es ein Zentrum der Jugendarbeit“, sagte Peter Junker vom Jugendamt der Stadt. Und als Pfarrer Hans-Otto von Damwitz als Zeichen der endgültigen Aufgabe des Hauses das Kreuz von der Wand nahm, kam bei den haupt- und ehrenamtlichen Helfern beim Umzug auch die Erkenntnis auf, dass nun ein neues Kapitel beginnt. Mit den Priestern Hans-Otto von Danwitz und Ernst-Joachim Stinkes hielten Ehrenamtler und Vertreter der Gemeinde Rückblick auf so manche Anekdote, die sich um das „Roncalli“ ranken.

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