Mehr als 2000 Menschen jubeln Peter Maffay in ausverkaufter Arena zu

Von: Stephan Johnen
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„Es ist so geil wie am ersten Tag”: Auch nach mehr als 40 Jahren auf der Bühne begeistert Altrocker Peter Maffay seine alten und neuen Fans in Düren. Und es macht ihm selbst noch sichtlich Spaß. Foto: Stephan Johnen

Düren. Nein, ein Revoluzzer ist Peter Maffay nicht. Doch genug Potenzial für einen Umsturz bot sein ausverkauftes Konzert am Sonntagabend in Düren allemal.

Genau ein Lied dauerte es, bis in der mit mehr als 2000 Menschen vollbesetzten Arena Kreis Düren unter lautstarken Jubelbekundungen die zuvor mit Zollstock und Winkelmaß ausgetüftelte Sitzordnung ausgehebelt wurde, die Dämme brachen und Maffays Fans an den Bühnenrand stürzten, den händeschüttelnden Kontakt zum Altrocker suchten, tanzten, feierten.

Ein Umsturz, ja, aber ein friedlicher. Nicht unbedingt ein leiser. Angefangen hatte alles ganz anders. Als netter Plauderonkel trat Maffay aus dem Nichts vor sein Publikum, beschrieb den Ablauf des nun Folgenden wie ein Flugkapitän die Route: Erst ein paar Lieder des neuen Hit-Albums „Ewig”, dann etwas Experimentelles, dann „die alten Lieder”. Der aufbrausende Applaus, mit dem die drei unscheinbaren Worte „die alten Lieder” bedacht wurde, lies bereits früh erahnen, was an diesem - mit einer zarten Ballade eingeläuteten - Abend noch Fulminantes geschehen sollte.

Maffay, der in diesem Sommer seinen 60. Geburtstag feiert, gehört noch lange nicht zum Eisen. Gleiches gilt für seine Fans, die alten und die neuen, mittlerweile drei Generationen, die seine Tour-T-Shirts tragen. „Es ist immer noch Rock´n´ Roll, was hier passiert”, sprach der Rocker, pellte sich aus seinem Lederjäckchen und ließ den Mann am Mischpult die Regler Richtung Maximum schieben.

Was bis kurz vor 23 Uhr folgte, darf ruhigen Gewissens bewusst pauschalisierend als kollektives Glücksempfinden bezeichnet werden. Während die einen in ekstatisches Kopfschütteln verfielen, griffen andere zur Luftgitarre und legten los, als würden sie für die nächste Weltmeisterschaft üben.

„Peter Maffay und Band” hielten, was sie versprechen, wofür sie stehen: schnörkellose, aber kontrastreiche Songs, ruhig, aber kraftvoll von hervorragenden Musikern auf die Bühne gebracht und mit klarer, voller Stimme vorgetragen vom Bandleader. Ein mitunter hartes Rockgefüge, das für Druck in der Arena sorgte. „Auch nach 40 Jahren auf der Bühne ist es so geil wie am ersten Tag”, verkündete Maffay seinen begeisterten Fans. Lampenfieber, Adrenalin, Euphorie: Alles noch da. Offensichtlich auf und vor der Bühne.
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