Maximale Wasserabgabe bis Donnerstag verlängert

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Zu nah am Wasser die Zelte aufgeschlagen: Die Rur trat wie hier auf dem Campingplatz „Felsenblick” am Donnerstag stellenweise über die Ufer.

Düren. Die Hochwassersituation im Einzugsbereich der Eifeltalsperren und der Rur entspannt sich weiter. Nach Angaben des Wasserverbands Eifel-Rur (WVER) hat der Zufluss in die Talsperren deutlich abgenommen, von rund 120.000 Litern pro Sekunde Ende der vergangenen Woche auf nur noch rund 40.000.

Trotzdem wird der WVER noch bis Donnerstag am Staubecken Heimbach die im Betriebsplan, der mit der Bezirksregierung Köln abgestimmt ist, maximal erlaubten 60 Kubikmeter pro Sekunde in die Rur ablassen. Der Grund: „Wir müssen jetzt schnellstmöglich dafür sorgen, dass die so genannten Hochwasserrückhalteräume in den Talsperren wieder geleert werden”, erklärt WVER-Pressesprecher Marcus Seiler. Die müssen für etwaige Starkregenfälle immer zur Verfügung stehen, um zu verhindern, dass die Talsperren unkontrolliert überlaufen, waren zum Teil aber bereits vollgelaufen.

Das heißt: Die Dauercamper, die in den ausgewiesenen Überschwemmungsgebieten der Rur bei Heimbach ihre „Zelte” aufgeschlagen haben, müssen weiter mit nassen Füßen rechnen. Ab Obermaubach strömen derzeit rund 74 Kubikmeter pro Sekunde in die Rur. Und diese Menge wird sich bis Donnerstag auch nur geringfügig verändern. Weil aber die Pegel der kleinen Bäche stark zurückgegangen sind, dürften Teile der ufernahen Radwege bald wieder befahrbar sein.

Im Übrigen betont Seiler noch einmal, dass nicht das Tauwetter, sondern die sich anschließenden Starkregenfälle auf bereits gesättigten Boden, die kein Wasser mehr aufnehmen konnten, für die derzeitige Situation verantwortlich waren. Mit Blick auf das sich abzeichnende Tauwetter habe der WVER rechtzeitig reagiert und frühzeitig den Hahn aufgedreht.

Weil die Talsperren aber nicht nur dem Hochwasserschutz dienen, sondern auch der langfristigen Versorgung der Bevölkerung und Industrie mit Trink- und Nutzwasser, sei es nicht möglich, erläutert Seiler, im Herbst die Talsperrenpegel soweit zu senken, um für alle Eventualitäten gewappnet zu sein. Sollte dann nämlich ein trockener Winter folgen, könnte es knapp werden.
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