Mathe-Olympiade: Liebe zu Zahlen, Formeln, Gleichungen

Von: Ines Kubat
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Geometrie, Algebra und Statistik: Diese Schüler aus dem Kreis Düren sind für ihre guten Ergebnisse bei der diesjährigen Kreis-Mathematik-Olympiade geehrt worden. Foto: Ines Kubat

Kreuzau. „Bestimme alle natürlichen Zahlen, die folgende zwei Bedingungen erfüllen: Das Produkt aus allen Ziffern dieser Zahl ist 16 und in der Zahl kommt keine Ziffer mehrfach vor.“ Vielen Menschen würde eine solche Aufgabe große Fragezeichen ins Gesicht schreiben.

Ganz anders ist das bei knapp 50 Schülern von fünf Gymnasien im Kreis Düren. Sie kommen vermutlich nach nur kurzem Überlegen auf die Lösung, nämlich die acht Zahlen: 28, 82, 128,182, 281, 218, 812 und 821.

Diese mathebegeisterten Schüler lieben es, mit Zahlen zu jonglieren, Gleichungen aufzustellen und abstrakt zu denken. Deshalb nahmen sie an der 21. Kreismathe-Olympiade teil: Die Besten unter ihnen wurden nun im Kreuzauer Gymnasium für ihre Leistungen ausgezeichnet.

Jedes Jahr aufs Neue richtet der Landesverband Mathematikwettbewerb NRW diese Olympiade aus, um Schüler zu motivieren, sich mit Mathematik zu befassen. Teilnehmen können Mädchen und Jungen aller Jahrgänge. Die erste Runde findet an den Schulen selbst statt, die besten Schüler werden dann auf die nächst höhere Ebene – erst zum Kreis-, dann zum Landeswettbewerb – geschickt.

Roswitha Steffens, Lehrerin am Gymnasium Haus Overbach, ist Kreiskoordinatorin des Wettbewerbs. Die Mathelehrerin weiß, dass ihr Fach nicht überall beliebt ist: „Nicht jeder mag Mathematik“, sagt sie bei der Preisverleihung. Mit einem kleinen Loblied auf die Mathematik schaffte sie es dennoch, ihre eigene Begeisterung für Algebra, Geometrie und Co. weiterzugeben.

Denn Steffens ehrte nicht nur die ersten drei Plätze und Anerkennungsplätze der jeweiligen Jahrgänge, sondern gab auch kurzweilige Beispiele von kniffligen Fragen, die den Schülern bei der Olympiade begegnen. Und bei diesen Fragen zeigte sich schnell, dass die kleinen Mathegenies ihre Urkunden zurecht in der Hand hielten. Sie stellten ihr Mathewissen mit schnellen und klugen Antworten noch einmal spaßeshalber unter Beweis.

Unter allen Fünftklässlern gewann Ceren Yegit vom Stift-Gymnasium, bei den Sechst-Klässlern ließ Lukas Engering vom Gymnasium an der Zitadelle (GZJ) alle anderen hinter sich. Clemens Schädel (GZJ) und Jochen Grooß vom Gymnasium Haus Overbach siegten bei den siebten und achten Klassen. Auf derselben Schule ist der Neuntklässler Sascha Nievelstein. Er holte den Sieg in seiner Jahrgangsstufe. Stefan Krischer vom Wirteltor-Gymnasium war der beste Zehntklässler im Kreis. Christina Niestroy von der Gastgeber-Schule siegte im Bereich Q1/Q2.

Für diese sieben Gewinner geht es im Februar zum Landeswettbewerb nach Dortmund. Dafür kann man ihnen dasselbe mitgeben, was Wettbewerbs-Betreuerin Roswitha Steffens sagte, als sie eine komplizierte Matheaufgabe an die Wand projizierte: „Keine Angst, es ist gar nicht so schlimm.“

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