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Masterplan Innenstadt nimmt Gestalt an

Von: Stephan Johnen
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„Die Innenstadt wird sich wandeln“, sagt Dürens Baudezernent Paul Zündorf. Foto: Stephan Johnen
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Paul Zündorf blickt zuversichtlich in die Zukunft. Foto: Stephan Johnen

Düren. Wie ticken die Dürener? Was gefällt ihnen an ihrer Stadt, was fehlt ihnen? Als der Stadtplaner und Architekt Dr. Harald Heinz mit den Arbeiten für den Masterplan Innenstadt begann, war sein erster Eindruck: „Die Bürger sehen zu selten die Qualitäten ihrer Stadt.“ Diese Einschätzung aus dem Herbst des vergangenen Jahres korrigiert Heinz heute – und er tut es gerne.

Mehrere Monate haben der Stadtplaner und seine Mitarbeiter Gespräche geführt, Veranstaltungen besucht, selbst eingeladen. Alt und Jung kamen zu Wort, Kulturschaffende ebenso wie Politiker. Harald Heinz wollte „Wesen und Befinden“ der Innenstadt kennenlernen.

„Es gibt viele Menschen, die etwas tun wollen, die das Positive sehen“, ist er von der bisher „äußerst regen Beteiligung“ der Dürener erfreut. Bis April soll der Masterplan fertig sein. Er soll ein Handlungsleitfaden für die Entwicklung der Innenstadt sein, alle Felder wie Wohnen, Handel, Kultur und Verkehr sollen bei der Erstellung beackert werden.

Der erste Schritt, die Materialsammlung, ist abgeschlossen. Am 30. Januar stellt Harald Heinz die Ergebnisse vor (Infokasten). Bis April geht es darum, Leitsätze zu formulieren. Und dann? Verschwindet der Masterplan in der Schublade?

„Ganz im Gegenteil“, betont Dürens Baudezernent Paul Zündorf. Der Masterplan sei zwar zunächst „nur“ ein Leitfaden, aber parallel würden konkrete städtebauliche, architektonische und gesellschaftspolitische Projekte und Maßnahmen entwickelt. In der Sprache der Planer heißt das „integriertes Handlungskonzept“. Mit diesem soll es leichter fallen, an Fördermittel zu kommen, aber auch im städtischen Haushalt können Projekte mit klar bezifferten Summen verankert werden.

„Bisher haben wir mit Blick auf die Innenstadt vor allem die Funktion des Handels im Blick gehabt“, sagt Dürens Baudezernent. Andere Aspekte des Lebens, Wohnens und Arbeitens seien dabei in den Hintergrund geraten. Es herrsche beispielsweise ein Sanierungsstau bei Wohnimmobilien, bei höherpreisigen Angeboten gebe es Nachholbedarf. Die Stadt will schon heute das Gespräch mit Immobilieneigentümern suchen und sie unter anderem zum Thema Fördermittel informieren.

Schritt für Schritt sollen in den kommenden Jahren die Handlungsempfehlungen umgesetzt, soll der Wandel eingeleitet werden. Oft komme es auch auf Details an, auf vermeintliche Kleinigkeiten. „Der Wildwuchs an Werbetafeln und Kleiderständern in der Fußgängerzone ist ein grausames Bild“, nennt Zündorf ein Beispiel. Im Zusammenspiel mit Politik, Händlern und der Stadtverwaltung will er die bislang erteilten Sondergenehmigungen für Werbeschilder und Aufsteller zurückfahren.

„Wer sein Schaufenster von außen zuparkt, muss sich auch keine Gedanken über eine ansprechende Präsentation machen“, sagt Zündorf. Sein Ziel: Mehr Ordnung, klare Kanten. Dies trage zum Wohlbefinden der Menschen bei, steigere die Attraktivität einer Fußgängerzone. „Man braucht nur den Willen dafür“, sagt Zündorf.

Die Erstellung des Masterplans und des Handlungskonzeptes sollen keine Symbolpolitik sein. Doch es geht auch um Zeichen. „Die Bürger und Geschäftsleute in dieser Stadt haben mit Blick auf die Planungen eine Erwartungshaltung. Wir müssen als Stadt erkennbar Dinge, die negativ sind, im öffentlichen Raum ändern“, unterstreicht der Baudezernent. Die Stadt müsse mit gutem Beispiel vorangehen, damit Immobilieneigentümer und Investoren folgen.

Auch die Bürger sind weiterhin eingeladen, sich einzubringen. Ab dem 14. Januar wird auf der Homepage der Stadt unter www.dueren.de das sogenannte virtuelle Projektbüro eröffnet. Dort können Unterlagen und Ergebnisse eingesehen und diskutiert werden.

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