Masern: Impfschutz überprüfen

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Um eine Ausdehnung der Masernkrankheit zu verhindern, rät das Gesundheitsamt, sich impfen zu lassen. Foto: Stock/CTK/CandyBox

Düren. Aufgrund der bundesweit rasant steigenden Zahl von Masernfälle und der jüngsten Erkrankungen von Schülern aus der Gemeinde Vettweiß, die eine Schule im benachbarten Rhein-Erft-Kreis besuchen, appelliert das Gesundheitsamt des Kreises Düren mit Nachdruck, den Impfschutz zu überprüfen.

Vor allem Menschen, die nach 1970 geboren worden sind, sollten in ihrem Impfpass genau hinsehen, ob die erforderlichen zwei Impfungen eingetragen sind. In den Fällen, in denen das nicht der Fall ist, sollte der Weg zum Hausarzt folgen, um diese Lücke zu schließen. Eine Schutzimpfung ist nach Angaben des Gesundheitsamtes auch noch vor Beginn der Ferien möglich.

Seit dem 28. Juni wurden dem Amt fünf Masernfälle gemeldet. Alle fünf Jugendliche besuchen eine Schule im Rhein-Erft-Kreis. Dort und in den umliegenden Kreisen sind mittlerweile mehr als 20 Personen an Masern erkrankt.

Nur geimpft zur Ferienfreizeit

Eine weitere Ausbreitung, auch im Kreis Düren, kann daher nicht ausgeschlossen werden. Das Kreis-Gesundheitsamt rät dazu, dass nur Kinder und Jugendliche an Ferienfreizeiten teilnehmen, die gegen Masern geimpft sind oder eine Maserninfektion nachweislich durchgemacht haben.

Masern sind eine schwerwiegende, hochansteckende Erkrankung. Acht bis zehn Tage nach der Ansteckung kommt es zu Fieber, Bindehautentzündung, Schnupfen und Husten. Auch kleine weiße Flecken auf der Mundschleimhaut (Wangeninnenseite) können als typisches Zeichen sichtbar sein. 14 Tage bis maximal drei Wochen nach der Ansteckung zeigen sich fast immer charakteristische bräunlich-rosafarbenen Hautflecken am ganzen Körper, beginnend im Gesicht und hinter den Ohren.

Bei wenigen Menschen verläuft die Erkrankung ohne Krankheitszeichen. Masern verursachen für rund sechs Wochen eine Abwehrschwäche gegen andere Infektionskrankheiten. Daher kommt es recht häufig zu bakteriell bedingten Mittelohrentzündungen, eventuell auch zu Bronchitis, Lungenentzündung und Durchfallerkrankungen. Besonders gefürchtet sind die Komplikationen am zentralen Nervensystem bei oder nach einer Masernerkrankung, die zum Teil schwere Folgeschäden hinterlassen und in sehr seltenen Fällen – sogar zum Tode führen können.

Das Gesundheitsamt bittet, verstärkt auf Symptome einer Masernerkrankung zu achten und schon beim Verdacht auf Masern, den Arzt aufzusuchen. Dieser kann die Infektion zweifelsfrei mit einer Laboruntersuchung feststellen und weitere Schritte veranlassen.

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