Düren - Martin Luther King: Der Martyrertod eines großen Visionärs

Martin Luther King: Der Martyrertod eines großen Visionärs

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Martin Luther King in Handfesseln – die Obrigkeit setzt dem engagierten Kämpfer für die Rassengleichheit in den USA mächtig zu.

Düren. Das Ensemble „American Drama Group / TNT Theatre Britain“ gastiert Donnerstag, 29. Januar, 19.30 Uhr, im Haus der Stadt Düren mit dem Stück „American Dreams and Nightmares“ in englischer Sprache. Eine insbesondere für Schüler der neunte und zehnten Klassen gedachte zweite Aufführung folgt am Freitag, 30. Januar, 10 Uhr.

Auf Deutsch heißt der Bühnenstück von Paul Stebbings und Phil Smith „Amerikas Träume und Alpträume – Martin Luther King und der Kampf um die Rassengleichheit in den USA“.

Zum Inhalt: Fünf aufreibende Jahre ist es her, seit die Worte „I have a dream“ („Ich habe einen Traum“) – Washington und die Welt in ihren Grundfesten erschütterten. Erschöpft und von Sorgen geplagt steht Martin Luther King auf dem Balkon eines Hotels in Memphis.

Auch die Anhänger zweifeln

Seine liberalen Verbündeten in der Regierung haben sich auf Grund seiner ablehnenden Haltung gegenüber dem Vietnamkrieg von ihm abgewandt; seine Rolle als Anführer der Bürgerrechtsbewegung wird von radikalen Malcolm X-Anhängern angefochten, die ihm vorwerfen, sich beim weißen Establishment anzubiedern.

Martin Luther Kings eigenen Leute befürchten, er habe seinen Weg aus den Augen verloren, da er seine Ziele im Alleingang um das Thema Armut erweitert hat. Als ob das nicht genug wäre, wird sein Credo der Gewaltlosigkeit von Ex-tremisten und Menschen, die es schlicht als Kapitulation ansehen, verspottet und verachtet.

Zeitgleich ist der intrigante FBI-Mitarbeiter Edgar Hoover im Besitz eines Dossiers über Kings Privatleben, das er jederzeit an die Presse und den Präsidenten weiterleiten könnte – die Folgen für den Ruf des Menschenrechtlers sind unabschätzbar. Und warum unterstützt er in Memphis einen kleinen Streik, wenn er in Washington seine landesweite Kampagne gegen Armut koordinieren sollte?

Tragischer Martyrer

Nur Sekunden, nachdem Martin Luther King auf den Balkon tritt, um frische Luft zu schnappen, fällt ein Schuss. Er fällt und stirbt in den Armen seiner Freunde. Der größte politische Visionär des 20. Jahrhunderts ist tot.

Das neue Stück der „American Drama Group“ beleuchtet, wie es dazu kam. Wir begleiten Kings Weg vom bescheidenen Prediger zur Ikone und zum tragischen Märtyrer. Martin Luther King träumte von einer Welt, in der alle Menschen gleich sind. Es ist ein Stück, das einen wahren Märtyrer ehrt, aber auch verdeutlicht, dass er ein zerbrechlicher Mensch war, der lebte, um den amerikanischen Traum zu verwirklichen und schließlich in einem amerikanischen Alptraum starb.

Der Eintritt kostet zehn oder 18 Euro. Karten gibt es im Vorverkauf an der Theaterkasse im Haus der Stadt, Rudolf-Schock-Platz, Telefon 02421/25131, und an der Kulturbüro im Städtischen Bürgerbüro, Markt 2, Telefon 02421/252525.

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