Düren - Mario Barth lockt 6750 Fans in die Arena

Mario Barth lockt 6750 Fans in die Arena

Von: Sylvia Dietl
Letzte Aktualisierung:
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„Pass uff!! Knaller kommt erst noch”. Mario Barth lockte an drei Abenden über 6700 Fans in die Arena Kreis Foto: imago/Star-Media

Düren. Auf der Bühne ein großes M, ein B, die Quadriga vom Brandenburger Tor und ein Mann in Jeans und T-Shirt: Mario Barth. Mehr brauchte der Branchenführer der deutschen Comedy-Szene nicht, um auch in Düren insgesamt 6750 Dürener Zuschauer zu begeistern.

An drei Abenden hintereinander gastierte der Berliner am Wochenende mit seinem aktuellen zweistündigen Programm „Männer sind peinlich, Frauen manchmal auch” in der jedes Mal ausverkauften Kreisarena.

Schon ein „Haaaalloooo Düren” genügte, um die Fans zu begeistern. Wie in seinen letzten beiden Live-Programmen geht es auch diesmal um Beziehungen zwischen Männlein und Weiblein. Er habe sich überlegt, ob er das zwischenmenschliche Thema weiter vertiefen solle: „Ich kam zu dem Schluss: Ja.” Auslöser dafür sei eine 14-tägige Bildungsreise mit seiner Freundin nach Mallorca gewesen, legte der Komiker im Berliner Dialekt richtig los. Denn mit Urlaubsgeschichten könne man prima beweisen, wie unterschiedlich die Geschlechter ticken.

„Dit is so geil. So viele Klamotten willst Du mitnehmen? Du machst den Koffer kaputt. Ja, genau, wer weiß wie das Wetter da ist. Is klar, im August minus 16 Grad und keine Skisocken dabei!” Und was braucht das männliche Pendant? „Die nehmen einen Flaschenöffner mit. Mehr braucht Man(n) nicht.”

Und schon war der Zeremonienmeister der Geschlechterklischees voll in seinem Element. In seiner unnachahmlich direkten Art erzählte Barth simple Geschichten aus dem Zusammenleben mit seiner Freundin und führte dem Zuschauer banale Alltagssituationen und Absurditäten vor Augen - zumeist auf Kosten der Frau, aber offenbar mit hohem Wiedererkennungswert beim Publikum. Dazu gehörte beispielsweise die Erkenntnis, dass Frauen, wenn sie sagen, „Wir müssen renovieren” grundsätzlich den Mann damit meinen, während sie sich selbst nur am Türrahmen festhielten.

Anekdotenreich berichtete der zurzeit erfolgreichste Live-Entertainer Deutschlands über „kackbraune” Farbeinkäufe im Baumarkt, über die dümmlichen Verhaltensweisen seiner (studierten!) Freundin und über seine angestrengten Bemühungen, ihren ständigen Wünschen gerecht zu werden. „Frauen wollen immer mehr - erst Farben, dann Jalousien, Gardinen, neue Möbel”, jammerte Barth. Das Publikum johlte - auch ohne echte Pointe.

Wer zu Mario Barth geht, erwartet sicher keinen Repräsentanten der Hochkultur. Doch zuweilen fischte der Comedian in äußerst seichtem Gewässer herum, besonders als es um die Zufuhr von Nahrung und ihrem Ausscheiden ging. Wenigstens waren diese peinlichen Stellen dem Mann zugedacht.

Immer wieder unterbrach Barth sich selbst mit seinem schon bekannten „Pass uff!! Knaller kommt erst noch”, sobald sich ein Lachen andeutete, und amüsierte sich darüber, bis der platte Gag endlich raus war. Mario Barth ist ein Phänomen. Männer und Frauen lieben ihn gleichermaßen. „In seinen Geschichten aus dem Leben ist so viel Wahres dran”, sagte Thomas Back aus Aachen und erkannte sich und seine Freundin in so manchem Gag wieder.
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