Margot Hellwig wärmt Herz und Gemüt

Von: Christoph Hahn
Letzte Aktualisierung:
hellwig22_bu
Bei ihren Zuhören traf sie genau den richtigen Ton: Margot Hellwig war der Stargast beim Seniorennachmittag der Gemeinde Niederzier in der Aula des Schulzentrums. Foto: Hahn

Oberzier. 500 Menschen zwischen 60 und 103 in einem Raum, allesamt rheinisch-gut bei Laune: Der Seniorennachmittag der Gemeinde Niederzier gleicht in mancherlei Hinsicht einem Kraftakt. Scharen von Bürgern reiferen Alters versammelten sich in der Aula des Schulzentrums.

In jedem Jahr - so will es der Brauch - findet dieser ganz besondere Nachmittag in einer Ortschaft der Kommune statt: 2009 in Hambach, jetzt in Oberzier. Dirk Lauterbach, Leiter des Kultur- und Sozialamtes, sowie seine Kolleginnen und Kollegen hatten weder Arbeit noch Mühen gescheut, um es ihren Mitbürgern im Rentenalter schön zu machen: Jeden Platz hatten sie, zusammen mit den Ortsvorstehen, mit Porzellan eingedeckt und zudem für Blumenschmuck gesorgt.

Enorm wandlungsfähig

Die Mühen des Tages mussten sie jedoch nicht allein bewältigen: Die Maijungen aus Huchem-Stammeln und Oberzier sorgten vom Nachmittag bis zum Abend für den Nachschub an Speisen und Getränken, derweil Feuerwehr und Rettungsdienst ihrerseits Präsenz zeigten. Dabei kam die Unterhaltung nicht zu kurz - schon wegen des Einsatzes der Grundschulkinder aus Hambach unter Leitung ihres Rektors Bernd Lück, die vor großem Publikum keine Scheu zeigten und mit einem Klassik-Potpourri sowie einem Strauß volkstümlicher Weisen große Musikalität bewiesen.

Volkstümliche Klänge waren übrigens auch das Geschäft der Erwachsenen von der Blaskapelle Ellen mit ihrem Dirigenten Willi Felder, die Bürgermeister Hermann Heuser in seiner Begrüßungsrede herzlich willkommen hieß. Zum von Musiklschulleiterin Eva Maria Gaul ebenso routiniert wie humorvoll moderierten Programm gehörte ferner das Duo Harry und Chris aus dem nicht allzu fernen Bad Münstereifel, das mit durchdringendem Dudelsackklang einzog und darüber hinaus unter anderem mit einer Abba-Nummer enorme Wandlungsfähigkeit bewies.

Star des Tages war aber dessen mit Margot Hellwig eine der bekanntesten Interpretinnen ihrer Zunft. Ebenso wie ihre Mutter Maria eine Überschreiterin der Grenze zwischen Volks- und volkstümlicher Schlagermusik, verstand es die Sängerin und Tänzerin aus Reit im Winkel merklich, ihren faszinierten Zuhörern Herz und Gemüt zu wärmen. Das Gefühl der Vertrautheit kam nicht von ungefähr: „Ich habe hier schon viele Hausgäste von uns gesehen”, hatte die Künstlerin, die mit ihrer Mutter im Heimatort ein Hotel betreibt, in der Aula festgestellt. Mit ihrem Auftritt, bei dem der Star unter anderem eine Auslese aus der Operette „Im Weiße Rößl” und anderes alpin getöntes Liedgut bot, kam der Stargast merklich gut an. Auch der ältesten Besucherin des Treffens, der 103-jährigen Gertrud Stolz aus Huchem-Stammeln, wird´s sicher gefallen haben. Der Charme der guten alten Zeit, die es so vielleicht nie gab - das hat schließlich was.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert