Marek Gurski feiert den Sieg und seinen 60. Geburtstag

Von: Franz Sistemich
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Gruppenbild mit Siegern und Platzierten: Mit der Siegerehrung endeten die 55. Stadtmeisterschaften im Tennis auf der Anlage des Post-Ford-Sportvereins. Foto: Franz Sistemich
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Finalsieg am 60. Geburtstag: Stadtmeister Herren 60 Marek Gurski. Foto: Franz Sistemich

Düren. Die ganz große Freude kam bei Max Zens am Samstag nicht auf. Gewiss, der 16-jährige Schüler des Kreuzauer Gymnasiums darf sich seit dem letzten Tag der 55. Dürener Titelkämpfen im Tennis Stadtmeister der Herren A nennen. Doch der Spieler des TC Grün-Weiß Aachen brauchte sich nicht anzustrengen, um den ersten Titel zu erringen.

Sein Gegner Lars Faber hatte sich zuvor in einem Medenspiel eine Fußverletzung zugezogen, konnte zum finalen Wettstreit auf der Anlage des Gastgebers Post-Ford-Sportverein nicht antreten. „Ich hätte natürlich gerne im sportlichen Vergleich den Titel errungen, nachdem ich ihn im vergangenen Jahr unglücklich verpasst hatte“, sagte Max Zens.

Revanche im Halbfinale

So bleibt zumindest die Genugtuung, im Halbfinale Revanche genommen zu haben für die Endspielniederlage 2013. Verlor Max Zens vor einem Jahr gegen Routinier und Seriensieger Oliver Bünten, so siegte Zens nun in der Runde der letzten vier Herren 6:4, 6:4. „Ich wollte unbedingt gewinnen, war deshalb doppelt motiviert“, sagte der angehende Abiturient. Der Zwei-Satz-Sieg stellte keine leichte Aufgabe dar: Bünten verkürzte im ersten Satz den 2:5-Rückstand auf 4:5, im zweiten Satz wechselte die Führung mehrmals. Am Ende des hochklassigen Spiels stand dennoch der Generationenwechsel im Herren-Tennis.

Den haben bei den Damen Jessica Steinborn und Lena Pingen längst vorgenommen, haben sie die Ära Julia Seidensticker vergessen lassen. Die beiden Spielerinnen der TG Rot-Weiß Düren boten in der Wiederholung des Vorjahres-Finales ein trotz des starken Windes hochklassiges Spiel. Die 19-jährige Lena Pingen entthronte ihre zwei Jahre ältere Vereinskameradin mit 6:4 und 6:2. Vor zwölf Monaten hatte Steinborn in drei Sätzen gesiegt. Samstag war sie auch 2:0 in Führung gegangen. Doch dann fand Pingen zu ihrem Spiel: „Ich wollte viel Druck machen und in die Ballwechsel kommen“, schilderte sie ihre Taktik. Die ging auf und sie erhielt Lob von ihrer unterlegenen Kontrahentin: „Lena hat besser gespielt, ist gut in die Ballwechsel gekommen, während ich mein Vorhaben, den Rhythmus zu wechseln, nicht wirkungsvoll umsetzen konnte.“ So war es kein Wunder, dass die neue Titelträgerin nach zwei Sätzen vor den Augen des Schirmherrn Bürgermeister Paul Larue feststand.

Den Titel des Stadtmeisters fast verspielt hätte Marek Gurski ausgerechnet an seinem 60. Geburtstag. Zwar sicherte sich der Lehrer des Nelly-Pütz-Kollegs die Meisterschaft in der Herren-60-Konkurrenz gegen Bernhard Renn (Dürener TV) mit 6:3, 6:2, doch: „Als meine Familie während des Spiels mit meinem dreimonatigen Enkel Paul kam, war es mit meiner Konzentration geschehen.“ Da half nur, dass die Familie spazieren ging. Und so sicherte sich der Lehrer seinen zweiten Titel bei einer Tennis-Stadtmeisterschaft.

An die Substanz ging das Finalspiel der Herren 65 zwischen Philipp Sattler und Bruno Sieben, den Haudegen des Dürener TV, am Freitagabend, glaubten zumindest die Zuschauer. In den Champions-Tiebreak mussten die beiden Spieler, der endete 12:10 für Sattler. Einen Tag später waren die Herren wieder fit und wurden Stadtmeister im Doppel 65/70. Sie besiegten Guido Roeb und Jürgen Schneider (Post-Ford-Sportverein) 6:4, 6:2.

Grund zum Jubeln

Einen Titel mehr als Sattler vermeldet die zwölfjährige Elisa Schmitz (TG RW Düren): Sie gewann den Einzelwettbewerb, das Mixed mit Bruder Marian und das Doppel mit Emma Swiatek. Eine komplette Übersicht über die Stadtmeister folgt in der Dienstagsausgabe.

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