Mandatsrückgabe? Harald Süreth als fraktionsloser Pirat im Rat

Von: smb
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Dr. Harald Süreth will als fraktionsloser Pirateninteressen in Kreuzau vertreten. Foto: Berners

Kreuzau. Die Kreuzauer Grünen fordern Dr. Harald Süreth auf, sein Mandat zurückzugeben. Das sagte Fraktionsvorsitzende Astrid Hohn auf Nachfrage der DZ. Schließlich hätten die Wähler sich bei der Kommunalwahl für die Grünen entschieden und nicht für die Piraten, die damals noch gar nicht zur Wahl gestanden hätten.

Wie berichtet, ist der 75 Jahre alte Obermaubacher Süreth kürzlich aus der Partei Die Grünen aus- und in die Piratenpartei eingetreten. Jetzt sitzt er als Fraktionsloser im Sozial- und im Umweltausschuss sowie im Rat. Und dort will er bis zur Kommunalwahl in zwei Jahren weiterhin Ideen und Anregungen einbringen. Süreth strebt eine Kooperation in Form eine Listenverbindung mit seiner alten Fraktion an, schließlich teile er nach wie vor viele grüne Ideen und Haltungen. Eine solche Zusammenarbeit lehnt seine alte Fraktion aber ab.

„Es gibt bei den Grünen ein starkes Misstrauen gegenüber dem politischen Gegner und der Verwaltung. Aber das entspricht mir nicht“, begründet Süreth seine Entscheidung und sagt weiter: „Ich wollte etwas Neues ausprobieren.“ Die Piraten haben den Obermaubacher schon länger fasziniert. „Eine Gesellschaft, die krankt, entwickelt aus ihrem Inneren heraus eine Kraft, um an ihrer negativen, kranken Haltung zu arbeiten.“ Die Piraten sind für Süreth eine solche Kraft. Ihre „illusionären Visionen“ haben den Psychologen angesprochen. So sehr, dass er sich auf einen Neuanfang eingelassen hat, auch wenn er noch nicht genau weiß, ob er 2014, wenn die nächste Kommunalwahl ansteht, weiterhin politisch aktiv sein wird.

Süreth hat begonnen, sich mit den Internetaktivitäten seiner Partei zu beschäftigen, und ist optimistisch: „Ich muss jetzt noch viel dazu lernen, aber das schaffe ich schon“, blickt Süreth optimistisch in die Zukunft. „Eigene Anträge kann ich noch nicht einbringen“, sagt Süreth. Dafür sei er darauf angewiesen, dass eine andere Fraktion den Antrag stelle, dass der Fraktionslose Anträge stellen darf. Unter anderem will er sich für mehr öffentliche Debatten und die Internetübertragungen aus dem Sitzungssal einsetzen.

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