Malerei von Gabriele Plaß: Johannes Paul II. neben Mutter Theresa

Von: bel
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Bei der Vernissage ihrer 30. Einzelausstellung begleiteten Johannes Esser, Bürgermeister Paul Larue, Pit Goertz und Kurt Collinet (v.l.) die Künstlerin Gabriele Plaß (Mitte). Foto: Bruno Elberfeld

Niederau. Im Rahmen ihrer Ausstellung bevölkern zahlreiche Gemälde von Gabriele Plaß die Räume im Schloss Burgau. Die Künstlerin malt den „Menschen in seiner Umwelt“. Aber auch Landschaften, Porträts und Fantasiefiguren hängen an den Schlosswänden.

„Es gibt Tage, Vormittage, da stimmt alles.“ Mit diesen Worten eröffnete Bürgermeister Paul Larue die Ausstellung „Der Mensch in seiner Umwelt – und Porträts“ auf Schloss Burgau. Die Sonne setzte sich an diesem Morgen durch, ließ Menschen und Tiere zu Lande und zu Wasser Kälte und Dunkelheit vergessen. Und dazu gesellten sich die farbenfrohen, lebhaften Gemälde von Gabriele Plaß, die mit dieser Bilderschau ihre 30. Einzelausstellung bestritt, und als Mitwirkende bereits auf 50 Ausstellungen in ihrem 34 Jahre währenden Künstlerleben zurückblicken kann.

Auf Burgau kann der Besucher 71 der mittlerweile mehr als 1000 Bilder der Malerin bewundern. Im Erkerzimmer hängen vornehmlich Großformate. Es sind Menschen in ihrer Umwelt, Landschaften, „Lebensweg mit Spirale“, präsentiert auf einer Gratwanderung zwischen Abstraktion und Gegenständlichem. Mit ihren kräftigen Farben fallen besonders die von Gabriele Plaß geliebten Fabelwesen ins Auge.

Im Konzertsaal werden Porträts vieler bekannter und unbekannter Individuen zwischen Technik und Mythos gezeigt. Da sehen sich die Besucher Johannes Paul II. und Mutter Theresa gegenüber. Mit den Porträts ihrer vier Söhne hat Plaß einen Lebensabschnitt ihrer Familie ins Bild gesetzt.

Im so genannten „Langen Raum“, nur ein paar Stufen abwärts, dominieren Menschen in vielen Variationen, darunter religiöse Motive, ein Selbstporträt, ein sitzender und ein liegender Akt mit Namen „Weiblicher Akt mit Männerkopf“. Die Köpfe von Heinrich Böll und Günter Grass deuten an – neben den vielen fantastischen Gestalten -, dass die Malerin nicht den Blick für die Außenwelt verloren hat.

Der „Obere Saal“ beherbergt Akte und Porträts. Unbenannte Köpfe, ein tanzendes Paar, ein Weihnachts-Triptychon, eine Szene aus dem „Phantom der Oper“, Gabriele Plaß malt aus einem intensiven Bauchgefühl heraus. „Ein Bild entsteht so“, erklärt sie. „Ich habe meist eine Skizze als Vorlage, doch oft verselbstständigen sich während des Malaktes Formen und Figuren.“ Dann entspreche das Endprodukt, erklärt die Malerin, nicht mehr der Skizzenvorlage.

In seiner Laudatio bezeichnete Pit Goertz, der künstlerische Leiter von Schloss Burgau, die Ausstellerin als eine Spätberufene, die nach der Arbeit in der Familie, dem Wirken in vielen Ehrenämtern, erst im Alter von 50 Jahren die Muße gehabt habe, sich ganz der Malerei hinzugeben. Da habe sie, ergänzte Goertz, sich Rat bei Josef Ferdinand Seitz, Kunstpädagoge am Wirteltorgymnasium, und vielen anderen Kunstschaffenden geholt. „In allen Räumen“, stellte Pit Goertz fest“, wird Gabriele Plaß dem Titel der Ausstellung ‚Der Mensch in seiner Umwelt – und Porträts‘ vollkommen gerecht.“

Für die musikalische Begleitung sorgten Johannes Esser, Klavier, und Kurt Collinet, Geige. Die Bilderschau ist bis zum 8. Mai mittwochs und samstags von 14 bis 18 Uhr sowie sonntags von 11 bis 18 Uhr geöffnet.

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