Mal intensiv, mal lyrisch-poetisch

Von: Anne Koizlik
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Ein aufregendes musikalisches Erlebnis: Das „Philharmonia Quartett” trat auf Einladung der Cappella Villa Duria im Haus der Stadt auf. Foto: anik

Düren. Sie kommen aus einem Weltklasse-Orchester, die Pult-Solisten der Berliner Philharmoniker: Zwei Geiger, ein Bratscher und ein Cellist des Ensembles haben sich im Jahre 1985 zum „Philharmonia Quartett” zusammengeschlossen.

Auf Einladung der Cappella Villa Duria traten sie am Freitag im „Haus der Stadt” auf. Dabei gelang ihnen der Sprung in die Sphäre des Elitären. Das war Spitze und dürfte nicht so leicht zu toppen sein.

Das Ensemble bot an diesem Abend drei Streichquartette: aus der Klassik, der Romantik und der klassischen Moderne. Dass das Streichquartett der Inbegriff kammermusikalischen Schaffens darstellt, war an diesem Abend überzeugend zu erfahren. Die Instrumentalisten traten gleichberechtigt auf. Dabei erfreuten sie auch durch ein abwechselnd solistisches Hervortreten. Das Spektrum reichte vom intensiven Ton bis zur lyrischen Poesie. Das alles klang eigenständig und wurde mit viel Spielfreude dargestellt.

Mit Klängen von großer Schönheit wurde zunächst das Streichquartett G-Dur (KV 387) von Wolfgang Amadeus Mozart aufgeführt, eine heitere klassische Musik. Mozart bezieht sich in diesem Werk auf Joseph Haydn, der für die Form des Streichquartetts gattungsbegründend war. Neue Klanghorizonte wurden bei Erich Schulhoffs „Streichquartett Nr. 1” erschlossen. Das Werk wurde zu einer außergewöhnlichen Hörerfahrung: Der Komponist, der mit großer Differenzierung dargestellt wurde, entstammt der Musik des 20. Jahrhunderts.

Ein musikalisches Kunstwerk von imposanter Größe stellte abschließend das Streichquartett a-Moll (op. 51/2) von Johannes Brahms dar. Für diese elitäre Musik gab es großen Beifall des Publikums, das man sich nach zahlreicher gewünscht hätte. Das Ensemble dankte mit zwei Zugaben: Sätze aus Beethovens Streichquartett (op. 18, Nr. 6). Die Ausführenden waren: Daniel Stabrawa, Christian Stadelmann, Neithard Resa und Dietmar Schwalke.
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