Boich - Mahnes-Theater Boich bringt zwei Komödien auf die Bühne

Mahnes-Theater Boich bringt zwei Komödien auf die Bühne

Von: Bruno Elberfeld
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Das Boicher Mahnes-Theater brachte auch dieses Jahr wieder zwei Mundartstücke auf die Bühne. Foto: bel

Boich. Einmal im Jahr, neunmal in gut einer Woche, können sich die Lachmuskeln der Gäste im Boicher Bürgersaal nur noch in den Pausen von den Strapazen erholen. Dann stehen die Veranstaltungen des Mahnes-Theaters Boich an.

Im Herbst werden jedes Jahr zwei Mundartstücke präsentiert. Zu sehen waren die Luststücke „Sie können kochen?“ von Claudia Gysel sowie „Pension Hartmann“ von Maya Gmür (Regie: Maria Rühe). Die Texte werden nicht wörtlich übernommen, sondern den Boicher Verhältnissen und denen der Nachbargemeinden angepasst. Die Karten, so vermeldete Ortsvorsteher Hermann-Josef Schmitz, ebenfalls aktiver Schauspieler, seien wie stets schnell vergriffen gewesen.

Viele Komponenten machen das Mahnes-Theater so attraktiv. In einem kleinen Ort wie Boich kennen sich die Menschen, sie wissen um die Eigenheiten ihrer Nachbarn. Erscheint dieser Nachbar im Kostüm auf der Bühne, ist die erste Lachsalve schon fällig. Bühnensprache ist das Platt. Ins Hochdeutsche übertragen, ginge viel an Charme und Witz und auch hier und da an Derbheit verloren. Platt ist anschaulicher, ist es doch oft noch Lautmalerei. Ein anderer Aspekt – und das kam bei der Aufführung beider Stücke im Bürgerhaus immer wieder zum Tragen – ist das Einbinden der Gäste in das Geschehen auf der Bühne. Bei Texthängern steht den Akteuren neben den Souffleusen auch das Publikum bei.

Insgesamt 19 Schauspieler präsentierten sich in beiden Stücken. In „Sie können kochen?“ waren neben der Regisseurin Britta Salentin sieben weitere Mahnes-Spieler aktiv. Die Geschichte ist schnell erzählt. Drei Damen, Ruth Geier (Jenny Mundt)), Yvonne Kuster (Angela Salentin) und Karin Maierfelder (Britta Salentin), leben in einer WG. Sie haben erst kürzlich ihr Mädchen für alles, Jens-Peter Dall (Artur Salentin), verloren, der für alle gekocht hat. Guter Rat ist teuer, ein neuer Küchenmeister muss her.

Ein auf Französisch getrimmter Betrüger mit Namen Francois Mitterand (Patrik Claßen) nistet sich ein. Er besticht die Damen mit seinem Auftreten und erleichtert sie nebenbei um ihr Geld. Zu guter Letzt nimmt der alte „Koch“ die verwaiste Stelle wieder ein. Störfaktor in diesem Stück ist die neugierige Nachbarin Alice Meier, gespielt von Lisa Herzog. Außerdem sind an anderen Terminen noch Sonja Klefisch und Angela Salentin im Eisatz.

„Pension Hartmann“, das zweite Theaterstück, erinnert an die „Pension Schöller“, die in der Mitte des letzten Jahrhunderts auf der Bühne, im Fernsehen und im Film zu sehen war. In der privaten Pension leben fünf Damen, jede von ihnen ein Unikat mit eigener Geschichte. Die gute Seele des Hauses ist Inhaberin Frau Hartmann (Cornelia Schmitz). Zu dem Damen-Quintett gesellt sich Lehrer Huijo Hasler (Hermann-Josef Schmitz), der seine Freundin gerne „fensterln“ lässt. Als Frau Hartmann für drei Wochen in Kur muss, übernimmt ihre Schwester, Nonne Nora (Katharina Rühe), der „Pinguin“, das Regiment.

Probleme sind vorgezeichnet, lassen sich aber mit Humor und Witz lösen, lösen sich ganz auf, als Frau Hartmann gerade in dem Augenblick zurückkommt, als Vogel Hansi, der „Mitbewohner“ der etwas verwirrten Kathi Amsler (Sofia Kemmerer), das Zeitliche segnet. Die anderen Mieter kaufen unabhängig voneinander vier neue Vögel. „Denken Sie sich mal, Frau Hartmann“, erzählt Kathi Amsler glücklich, „der Hansi hat Besuch gekriegt. E bessje äng es et schon op de Stang.“

Außerdem spielten: Sina Kemmerer, Maria Rühe, Marga Hommelsheim, Angela Wirtz, Andrea Giesen und Heribert Büchel.

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