Magische, tanzende Zigeunergeige im Teuterhof

Von: Anneliese Lauscher
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Setzten den Schlusspunkt hinter das Jazz-Jahr: Das „Duo Topolino“ Nina Leonards und Norbert Scholly Foto: Anneliese Lauscher

Düren. Im Teuterhof beendete der Dürener Jazzclub die Reihe der Konzerte für dieses Jahr. Am Mittwochabend bildete das „Duo Topolino“ den Abschluss.

„Wir blicken auf ein erfolgreiches musikalisches Jahr zurück“, sagte Rolf Delhougne, der Vorsitzende des Jazzclubs, der die Gäste begrüßte. Er freue sich, das „Duo Topolino“ vorstellen zu können, die Geigerin Nina Leonards und den Gitarristen Norbert Scholly. Er nannte das Konzert „ein Geschenk an die Dürener“.

Die beiden Musiker sprühten vor guter Laune und Energie. „In diesem Raum wurde viel Holz verwendet, das gibt eine gut Akustik, unsere Instrumente werden klanglich angenehm rüberkommen“, war Norbert Scholly schon vor dem Auftritt überzeugt. Seine Partnerin hat klassische Geige studiert, aber außerdem einige Jahre in Balkanländern Unterricht genommen. „Die Zigeunergeige klingt anders“, sagte Nina Leonards, „sie kann lachen, tanzen, weinen. Es steckt eine Magie in diesem Instrument.“

Das schienen auch die Zuhörer zu spüren, im Nu zog das Duo sie in seinen Bann. Das Lied einer ungarischen Zigeunerin, die ihrer Jugend nachtrauert, klang verträumt und melancholisch. Aus den Karpaten brachten die beiden ein wundervolles Stück mit, fremdartiger Klang und eine seltsame Rhythmik hielten das Publikum in Atem. Die Geigerin schien zu dominieren, jedoch unterlegte der Gitarrist an ihrer Seite ihr virtuoses Spiel mit einem harmonischen Klangteppich – es gab spontanen Applaus während des Vortrags.

Die musikalische Reise führte weiter nach Irland, wo das Duo munter durch „potholes“ (Schlaglöcher) hüpfte. In Argentinien erwies es Àngel Villoldo die Ehre und spielte dessen berühmten Tango „El Choclo“ feurig und flott. In Bulgarien traf es auf einen Ziegenhirten, der nachschauen wollte, ob seine Angebetete immer noch so schön ist. Es gelang ein wunderschöner Zusammenklang von Gitarre und Geige – unglaublich, was Norbert Scholly aus sechs Saiten herausholte.

Das Duo Topolino spielte „ausschließlich Stücke, auf die wir total Lust haben“; kein Wunder, dass das Publikum immer mehr Freude am Zuhören bekam.

Wer mehr hören will, kann sich im Internet auf www.nina-lenonards.com informieren.

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