Märchen aus der ganzen Welt und ein bisschen Schauspiel

Von: ale
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Märchenerzähler Jens Gottschalk Foto: Lauscher

Nideggen. Den Alltag einmal hinter sich lassen und einem Märchenerzähler zuhören, das wollen offensichtlich nicht nur die Kinder. Im Atelierhaus Götze in Nideggen war am Samstagabend Jens Gottschalk zu Gast – ein Märchenerzähler für Erwachsene.

Gastgeberin Muna Götze habe sich gefreut, dass er nun zum zweiten Mal zu Besuch sei und nach den Liebesgeschichten mit himmlisch-teuflischen Geschichten aufgewartet habe. „Ich trage Märchen aus der ganzen Welt vor nach der Übersetzung, die mir vorliegt“, erklärte Jens Gottschalk, „es macht mir Freude, die alte Tradition fortzuführen und mit meinen Märchen von Ort zu Ort zu ziehen.“ Dazu habe er Musik ausgewählt. Teils seien es Stücke, die ein serbischer Komponist zur Einleitung der Märchen komponiert habe.

So waren die Gäste ganz Ohr, als ihnen zuerst ein Walzer für eine Maultrommel vorgespielt wurde. Und ein Märchen aus Israel mit dem Titel „Die Wahrheit und das Märchen“ hatte ein für beide versöhnliches Ende. „Beide gehen zusammen und sind bei den Menschen beliebt.“

Jens Gottschalks Qualitäten als Schauspieler kamen seinem Vortrag zugute: Er sprach verständlich, er reicherte seinen freien Vortrag an mit Gesten und Mimik und verstand es, das Publikum in den Bann seiner Erzählung zu ziehen. Versonnen lächeln sah man die Zuhörer beim Vortrag des Märchens „Der Glückliche und der Unglückliche“.

Ein bisschen wie das Leben

Das sei ein bisschen wie sein Leben, verriet Jens Gottschalk: „Manchmal gibt es eine einfache Lösung, man muss etwas verändern oder etwas aufgeben, um glücklich werden zu können.“ Ein Kosakenlied auf einer Blockflöte leitete die Geschichte vom schlauen Bäuerlein ein. Da überlistet ein kleiner Bauer den mächtigen Zaren mitsamt seinen heuchlerischen Bojaren – witzig der Vortrag, überraschend das Ende.

Ein bisschen Wahrheit steckte in den Märchen, die Jens Gottschalk vortrug, ein bisschen Lebensweisheit, Ironie und Humor. Als er begann mit „es war einmal“, als er mit Hingabe und Einfühlungsvermögen die Fantasiegestalten zum Leben erweckte, ließen sich seine Zuhörer gern entführen in die Märchenwelt, wo es meistens ein glückliches Ende gab.

Die begeisterten Besucher bedankten sich zum Schluss für den entspannten Abend, sowohl beim Märchenerzähler als auch bei der Gastgeberin.

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