Düren - Mädchentag: Lust zum Probieren

Mädchentag: Lust zum Probieren

Von: Sabine Gier
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Vorhang auf beim Mädchentag: Das Improvisationstheater bot die Chance, einmal in andere Rollen zu schlüpfen. Foto: Sabine Gier

Düren. Ende der Woche war es wieder soweit – der Dürener Mädchentag stand vor der Tür. Etwa 750 Mädchen der 5. bis 7. Klasse aus der Stadt und Kreis Düren dabei. Ihnen wurde die Möglichkeit geboten, an vielen Workshops und offenen Angeboten teilzunehmen. „Die Mädchen können sich auch an den Beratungsstellen kritisch mit Themen auseinandersetzen und die Beratungsangebote näher kennenlernen“, sagte die Dürener Frauenbeauftragte Gilla Knorr.

Der Mädchentag wird bereits seit 18 Jahren vom Frauenbüro der Stadt mit zahlreichen Dürener Einrichtungen veranstaltet. Die Zahl der Anmeldungen steigt von Jahr zu Jahr.

Doch wie lässt sich dieser große Andrang erklären? „Die Mädchen können neue Sachen ausprobieren, Hemmnisse abbauen, neue Leute kennenlernen, kreativ sein und sich bei Beratungsstellen über ihren zukünftigen Lebensweg informieren“, erklärte Gilla Knorr. Andrea Hilger, Beauftragte für Chancengleichheit bei der Agentur für Arbeit Aachen-Düren, gefällt die Kombination von Workshops und offenen Angeboten.

Viele Mädchen suchten das Gespräch und stellten Fragen zu ihren Berufswünschen. Berufsberaterin Miriam findet es toll, wie die Mädchen spielerisch Fähigkeiten ausprobieren können und sich mit anderen gegenseitig austauschen können. Es entstehe ein Gemeinschaftsgefühle wie beispielsweise beim Zumba-Auftakt am Morgen. Beim Box- und Krafttraining herrschte ebenfalls großer Andrang. Ernst Müller, Trainer beim Boxring Düren 55, sagte: „Wir merken richtig, dass die Mädchen Lust auf Ausprobieren haben.“

Nicht anders sah es beim Hip-Hop Kurs von Dayan Raheem aus. Sein Eindruck war, dass die Mädchen motiviert waren und viel Spaß an der Bewegung hatten. Auch beim Improvisationstheater-Kurs war viel los. Es herrschte eine fröhliche und lockere Atmosphäre, und die Mädchen hatten großen Gefallen am Theaterspiel gefunden. „Ohne die Unterstützung des Teams, der Einrichtungen und Institutionen wäre diese Veranstaltung nicht möglich gewesen. Wir sind jedes Jahr bemüht, neue Themen aufzugreifen, um den Teilnehmerinnen eine möglichst breite Angebotspalette zu bieten“, sagte Gilla Knorr.

Nach dem Mädchentag ist vor dem Mädchentag: „Im Herbst beginnen wir mit der Auswertung und fangen im Januar mit den Neuplanungen an. Diese benötigen ungefähr ein halbes Jahr.“

Aber wieso gibt es keinen Jungentag, wenn der Mädchentag doch so gut ankommt? „Ich wünsche mir, dass es irgendwann mal einen Jungentag gibt und die Jungen dieselbe Chance bekommen, an Workshops teilzunehmen. Doch dies ist leider wegen Kapazitätsproblemen derzeit nicht möglich“, erklärte Gilla Knorr. Die Hoffnung habe sie noch nicht aufgegeben.

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