Mädchentag: Lachen, Spielen und Probleme besprechen

Von: Gudrun Klinkhammer
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Christina von Essen ist pädagogische Mitarbeiterin im Frauenbüro und Mitorganisatorin des Mädchentages in Düren. Foto: Gudrun Klinkhammer

Düren. K.o.-Tropfen – darüber spricht keiner gerne. Doch gerade junge Menschen, insbesondere Mädchen zwischen dem zehnten und 14. Lebensjahr, sollten in diesem Punkt Aufklärung erfahren. Sabrina Dicken von der Dürener Beratungsstelle für Frauen erklärte interessierten Mädchen während des Dürener Mädchentages im Haus der Stadt und im Jugendzentrum Multikulti alles zu diesem Thema.

Wie kommen die Tropfen in die Gläser hinein, wie wirken sie und wie kann man sich davor schützen? Sabrina Dicken: „Die Tropfen heißen zwar K.o.-Tropfen, man fällt nach deren Einnahme allerdings nicht direkt um, sondern kann sich weiter bewegen, aber wird willenlos.“ Egal, was jemand von jemandem verlangt, der Willenslose wird dieses ausführen.

Die vielen Informations-, Präventions- und Kreativ-Angebote nutzten 850 Schülerinnen der Jahrgangsstufen fünf, sechs und sieben der weiterführenden Schulen der Stadt. Zum 18. Mal ging der Mädchentag jetzt über die Bühne und die Verantwortlichen sehen die maximale Kapazität bald als erreicht.

Christina van Essen, pädagogische Mitarbeiterin im Frauenbüro der Stadt Düren, sagt: „Wir bieten viele Angebote mit Termin an, inzwischen aber auch viele offene Angebote, die sich die Mädchen aussuchen können, wenn sie erst einmal hier sind. Die Ansprechpartner der einzelnen Institutionen sind vor Ort und geben den Einrichtungen Gesichter.“ Auch werden Adressen von Hilfestellen weitergegeben. Neben diesen Angeboten zählten Tipps zum Umgang mit modernen Medien zum Programm, ebenso Video-Clip-Dancing, Yoga, Zumba, Perlen drehen, Boxen und Tattoos selber machen mit Hilfe von Schablonen und Farbe. Weiter wurde über einzelne Berufe informiert.

Zum letzten Mal managte Gilla Knorr, die scheidende Frauenbeauftragte der Stadt, diese Veranstaltung. Die 61-Jährige begann 1985 als Frauenbeauftragte, damals eine der ersten Stellen dieser Art, die bundesweit eingerichtet wurden. Inzwischen ist Gilla Knorr nach eigenen Angaben die dienstälteste Frauenbeauftragte in ganz Deutschland.

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