„Loss mer singe“: Das Publikum lässt sich nicht lange bitten

Von: Hendrik Buch
Letzte Aktualisierung:
9273542.jpg
„Zettel hoch zur Musik“, Thomas Beys heizte den Gästen im Brauhaus mit den neuesten Karnevalssongs mächtig ein. Foto: Hendrik Buch

Düren. Was in Kölner Kneipen schon seit 13 Jahren Kult ist, erfreut sich auch in Düren wachsender Beliebtheit. Vor drei Jahren hat ein Team um den Güstener Karnevalisten Thomas Beys „Loss mer singe“ in den Kreis Düren gebracht, am Freitag gastierte das Mitsingspektakel zum zweiten Mal im Dürener Brauhaus.

„Im ‚Loss mer singe‘-Team ist der Brauhaus-Abend seit dem letzten Jahr auf Nummer eins“, schwört Moderator Beys die Narren zum Auftakt ein, ihren guten Ruf zu verteidigen.

Beim Einsingen mit den siegreichen Titeln aus dem Vorjahr zeigen die Dürener ihre Sangesfreude: Beys muss den Sieger aus 2014 nur erwähnen schon schallt der Brings-Hit „Kölsche Jung“ durch die Gaststätte. Das Konzept der Veranstaltung ist so einfach wie erfolgreich. Aus den Boxen schallen 20 ausgewählte Karnevals-Neuerscheinungen aus der Session. Die Gäste erhalten ein Blatt mit den jeweiligen Refrains, dann heißt es Mitsingen und Bewerten. Der Titel, der am besten ankommt, wird zum Sessionshit erklärt.

In den Kölner Hauptwettbewerb flossen in Düren vier regionale Titel ein. In diesem Jahr gingen die „Bremsklötz“, „DEB“, „Ne Joode Jung“ und die Vorjahressieger, die „Hydranten Musikanten“, an den Start.

„Letztes Jahr war es der Wahnsinn, darum bin ich wieder hier“, verrät Marco Lennartz. War er im letzten Jahr noch in einer Dreier-Gruppe hier, füllt er diesmal mit seiner Freizeitmannschaft „Eintracht Eule“ gleich zwei Stehtische. „Das spricht doch für sich“, meint der Freizeitsänger und Fußballer. Insgesamt ist das Publikum im Brauhaus an diesem Abend bunt. Dem Ruf von „Loss mer Singe“ waren Gäste von Troisdorf bis Stolberg gefolgt, manche sind sogar verkleidet; fleißig bewerteten sie die neuen Hits des Karnevals. Die besten zehn Lieder gab es dann nochmals live von der Gruppe „Altreucher“, auch eigene Songs zum Besten gaben.

Am Ende des Abends wurden die Sieger bekannt gegeben. Im Hauptwettbewerb hatte Kasalla das Rennen gemacht. Der emotionale Titel „Alle Gläser huh“ kam bei den Brauhaus-Gästen am besten an. Dahinter folgen die Vorjahressieger Brings mit „Polka, Polka, Polka“. Auf Rang drei schaffte es „Kuhl un de Gäng“ mit ihrer Hommage an den Kultsänger „Ich han dä Millowitsch jesinn.“

Zwei Sieger

Im Regionalwettbewerb ein schönes Kuriosum: Die „Bremsklötz“ und „Ne Joode Jung“ teilen sich den Titel mit ihren neuen Liedern „Allen freuen treu“ bzw. „Do drop e Kölsch“. „Die Dürener haben ihren guten Ruf bei der Veranstaltung auf jeden Fall verteidigt“, sagte Präsident Beys, „das war hier wieder ein Gefühl wie mitten in einer Kneipe in Köln.“ Bevor sein Team den endgültigen Ausgang des Wettbewerbs im Kreisgebiet verkünden kann, heißt es am 6. Februar im „Liebevoll“ in Jülich und am Tag darauf „Bei Hämmer“ in Vettweiß „Loss mer singe“.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert