„Lord Of The Dance“: Märchenhafte und dramatische Szenen

Von: Gudrun Klinkhammer
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Grandiose Tänze (teilweise in zartseidenen Kostümen) zeigten die Akteure der Show „Lord Of The Dance“ am Samstagabend in der Arena Kreis Düren in hinreißender Form. Sie lieferten eine perfekte Bühnenschau, die frenetisch bejubelt wurde. Foto: Gudrun Klinkhammer

Düren. Frenetischen Jubel ernteten die Mitglieder des Tourensembles von „Lord Of The Dance“ am Samstagabend in der Arena Kreis Düren. Sensationelle Tänze, grandiose Gesangs- und Instrumentaleinlagen sowie ein ausgeklügeltes Licht- und Tonkonzept ergaben das perfekte Showerlebnis.

Die Präsentation trug den vielversprechenden Titel „Dangerous Games“ (übersetzt: „Gefährliche Spiele“). Als Bühnenbild wurden märchenhafte, aber auch dramatische Szenen an die große Rückwand projiziert. Weiße Einhörner grasten da auf einer bunten Blumenwiese. Zu diesem sommerlichen Szenario tanzten die Akteurinnen von „Lord Of The Dance“ elfengleich vor den Augen des staunenden Publikums hin und her. Wasserfälle wurden sichtbar. Im Laufe der Vorstellung wurde es wilder. Brennende Wälder wurden den Zuschauern suggeriert, die teilweise mit offenem Mund das rasante Spektakel verfolgten.

Die Männer der Tanztruppe fegten in Verkleidungen über die Bühne, die an Science-Fiction-Filme erinnerten. Akrobatische Einlagen, unter anderem auf der großen Showtreppe, die mitten auf der Bühne aufgebaut worden war, große Sprünge, aber auch zartseidene Kostüme toppten das Ganze. Doch bei allen maßgeschneiderten Effekten: Blendend und einmalig setzen die Mitglieder des Tourensembles im Kollektiv oder auch solistisch zum Stepptanz an, möglichst noch bei original irischer Musik.

Die Tänzer, jeweils mit zwei Metallplatten unter den Füßen ausgestattet, tanzen den Rhythmus auf die Bretter, die die Welt bedeuten und werden somit gleichzeitig zu Schlagzeugern. Nicht nur eine Ohrenweide, sondern auch eine Augenweide bei „Lord Of The Dance“. Denn wird das Licht dann auch noch synchron und rhythmisch eingesetzt, gibt es für den Zuschauer eigentlich kein Halten mehr. Er muss dem Rhythmus folgen, klatschen und mit den Füßen wippen. Im Englischen nennt sich der Tanz mit den zwei Metallplatten unterm Schuh „Tap dance“. Bei dieser Kunst besitzt jede Fußbewegung einen eigenen Namen, etwa „stamp“, das ist ein kraftvoller Schlag mit der kompletten Fußsohle oder „toe“, dabei tippt ausschließlich die Spitze des Fußes auf den Boden.

Die neue Produktion von „Lord Of The Dance“, „Dangerous Games“, enthält die wesentlichen Elemente der Story sowie populäre Tanzformationen, allerdings mit leicht variierten Kostümen. „Dangerous Games“ könnte auch als eine Art „Best Of“ bezeichnet werden, das den Fan ein Wiedersehen mit „Lord Of The Dance“ und bis zu 40 herausragenden Tänzern beschert. Bereits seit 1996 begeistert Lord of The Dance ein weltweites Publikum.

Rund 80 Millionen Menschen besuchten bisher dieses Showereignis, in dem Folklore, Hi-Tech-Popart und irisch-amerikanischer Stepptanz mit Flamenco-Affinität zu einer rhythmischen, melodischen und optischen Perfekt-Revue verschmelzen. Gründer und Erfinder dieser Show ist der Musiker, Tänzer, Regisseur und Produzent Michael Flatley.

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