Nideggen/Nörvenich - Lohnplus ist prinzipiell erwünscht, aber kostspielig

Lohnplus ist prinzipiell erwünscht, aber kostspielig

Von: Sarah Maria Berners
Letzte Aktualisierung:
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Die Streiks sind vorbei und die Angestellten im öffentlichen Dienst bekommen nun mehr Geld.

Nideggen/Nörvenich. Die Streiks sind vorbei und die Angestellten im öffentlichen Dienst bekommen nun mehr Geld. Dies allerdings aus Kassen, die ohnehin schon leer sind. Die DZ hat bei den Bürgermeistern der Stärkungspakt-Kommunen Nörvenich und Nideggen – also den Kommunen, die gegen Sparauflagen zusätzliche Landesmittel erhalten – nachgefragt:

„Die Mitarbeiter bekommen nun, was ihnen zusteht“, kommentiert Nörvenichs Bürgermeister Hans Jürgen Schüller die Tarifeinigung für Angestellte im öffentlichen Dienst. Vor allem für die unteren Lohngruppen sei diese Einigung wichtig. „Im Vergleich zur freien Wirtschaft sind die Mitarbeiter unterbezahlt und daher ist es nicht einfach, Mitarbeiter für den öffentlichen Dienst zu gewinnen“, erklärt Schüller, das Lohnplus für „absolut berechtigt“ hält. Schließlich sollten nicht die Mitarbeiter die finanziellen Situationen der Kommunen ausbaden müssen. Eine ordentliche Entlohnung sei schließlich auch motivierend.

„Wir haben einen Teil der Lohnsteigerungen bereits im Haushalt eingerechnet“, erklärt Schüller. Auf Nörvenich kommen für 2014 Mehrkosten in Höhe von 77.202 Euro, für 2015 von 79.000 Euro zu. „Wir werden damit fertig werden müssen und das Geld zusammenkratzen“, sagt Schüller. Von erheblichen Zusatzbelastungen für die Nörvenicher Bürger geht er nicht aus. Jedoch fordert er, dass der öffentliche Dienst reformiert wird, vor allem bei den Oberbehörden und in Ministerien sieht er Einsparpotenzial.

Bei seiner Amtskollegin in Nideggen „hält sich die Freude in Grenzen“. Sie rechnet mit Mehrkosten von 30.000 Euro. Göckemeyer betont zwar, dass sie den Angestellten der Verwaltung das Lohnplus durchaus gönnt, weist aber darauf hin, dass klar sei, dass man dieses Mehrausgaben auch ausgleichen müsse. Die Bürgermeisterin geht zwar nicht von einem „exorbitanten Gebührenanstieg“ aus, betont aber: „Letzten Endes zahlt das wieder der Bürger.“ Einsparpotenzial sieht sie in der Stadtverwaltung keines mehr. „Wir arbeiten doch schon am Limit.“

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