Düren - Literaturkurs auf den Spuren des grausamen Monsters

Literaturkurs auf den Spuren des grausamen Monsters

Von: Lisa Pütz
Letzte Aktualisierung:
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Auf der Spur des Monsterhundes – Der Literaturkurs der St. Angela Schule führt den Sherlock-Holmes-Klassiker „Der Hund der Baskervilles“ auf.

Düren. In guten Krimis ist das Grauen nie allzeit präsent, sondern schleicht sich klammheimlich durch die Hintertür auf die Bühne, um dann umso verheerender über die Ahnungslosen herein zu brechen. So wundert es nicht, dass das Böse in der St. Angela Schule an einem friedlichen, sommerlichen Nachmittag zuschlägt: Plötzlich ist das Foyer von einem Donnergrollen erfüllt, eine beklemmende Atmosphäre macht sich breit.

Im Proben-Endspurt

Dieses schaurige Jaulen ist wohl nur das Heulen des Windes, oder…? „Sehr schön, dann haben wir ja alles richtig gemacht“, freut sich Lehrer Boris Thelen. Er ist der Leiter des diesjährigen Literaturkurses, der sich gerade mit der schuleigenen Soundanlage vertraut macht.

Thelen und seine Schülerinnen befinden sich im Proben-Endspurt zu den Aufführungen von Arthur Conan Doyles Sherlock-Holmes-Roman „Der Hund von Baskerville“. Meisterdetektiv Holmes bekommt es darin mit einem mysteriösen Familienfluch zu tun: Seit Generationen werden die Erben der Familie Baskerville durch Herzanfälle dahingerafft, nachdem sie einen gigantischen Monsterhund im Dartmoor gesehen haben wollen.

Auch der jüngste Spross wähnt sich nun in Lebensgefahr, weshalb sich Holmes auf seine Spürnase besinnt, Pfeife und Lupe einpackt und sich mit seinem treuen Gefährten Dr. Watson auf die Fährte finsterer Gestalten begibt. „Wir wissen natürlich, was wir uns mit so einer berühmten Vorlage vorgenommen haben. Aber wir wollen mit viel Kreativität aus unseren Mitteln so viel wie möglich heraus holen und nicht die Schultheater-Klischees erfüllen“, erklärt Boris Thelen.

Der Multimedia-Einsatz ist jedenfalls beachtlich: Die Schülerinnen arbeiten nicht nur mit Lichtstimmungen und eindrucksvollem Klangteppich, sondern auch mit Videosequenzen. „Die Familiensaga haben wir an zwei Tagen im Wald um die Laufenburg in Langerwehe gedreht“, erzählt Kelly Grunwald aus dem Technikteam des Kurses.

„Es wird etwas Neues geben“

Obwohl es bei so häufig adaptierten Klassikern wie dem „Hund von Baskerville“ weniger um die Handlung geht, als darum, wie diese realisiert wird, kann sich das Publikum nicht nur auf augenzwinkernde Seitenhiebe auf das Detektiv-Genre freuen.

„Es wird etwas Neues geben, auch wer das Stück schon kennt, kann sich noch überraschen lassen“, verrät Holmes-Darstellerin Yasemin Can und Franziska Messmer, die den letzten Baskerville spielt, fügt mit wissendem Lächeln hinzu: „Egal, wie viele Versionen des klassischen Stoffes es schon gibt, nur mit Mädchen hat das Stück bestimmt noch niemand gesehen!“

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