Düren - Lions Kulturtage: Zeitgenössische Bereicherung der lokalen Kunstszene

Lions Kulturtage: Zeitgenössische Bereicherung der lokalen Kunstszene

Von: Gudrun Klinkhammer
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Sie freuten sich über die große Besucherresonanz bei der Vernissage (v. l.): Andrej Kleer, Heinrich Hempsch, Amirmostofian Thamores, Pia Kääpä, Abdul Razzak Shaballout und Zbigniew Myk. Foto: gkli

Düren. Die 17. Lions Kulturtage auf Schloss Burgau sind eröffnet, und sie bestechen bereits jetzt mit einem fantastischen Angebot an Kunstwerken. Am Freitagabend begrüßte der Präsident des Lions Hilfswerks Marcodurum, Heinrich Hempsch, die zahlreich erschienenen Gäste.

In sämtlichen Räumen von Schloss Burgau findet über die Lions Kulturtage hinweg eine Ausstellung mit Werken zeitgenössischer Künstler statt. Alle ausstellenden Künstler besitzen Migrationshintergrund.

Bilder, die jede schlechte Laune verfliegen lassen, gestaltet die aus Finnland stammende Malerin Pia Kääpä. Ihre Arbeiten zieren die Wände des Erkerzimmers. Andrej Kleer wurde in Karaganda in Kasachstan geboren, inzwischen lebt er wie Pia Kääpä im Raum Düren. Seine Ausstellung „Kontraste“ mit Fotografien, die alte Menschen mit Gegenständen einer modernen Welt zeigen, ist auf der Galerie des Schlosses zu sehen.

Zbigniew Myk stellt im Mitteltrakt seine berührenden Bilder aus. Der gebürtige Pole setzt auf Mischtechnik, er lebt seit 1988 in Düren. Zum Greifen echt sehen die Abbildungen aus, die Abdul Razzak Shaballout mit Öl auf Leinwand bannt und die im Konzertsaal zu sehen sind. Der Maler stammt aus Syrien, kürzlich erst hielt er sich dort auf und erlebte die schrecklichen Kriegswirren hautnah mit. Als Fünfter im Bunde ist Amirmostofian Thamores zu nennen. Der bildende Künstler erblickte im Iran das Licht der Welt, 1985 floh der Dolmetscher nach Deutschland. Weit über die Grenzen von Düren hinaus hat er sich inzwischen einen Namen als Schnitzkünstler gemacht. Seine Objekte zieren das Turmzimmer.

Am Sonntag freuten sich große und besonders auch die kleinen Gäste über den Familientag, der zum Staunen und Mitmachen einlud. Die Spielekiste des Jugendamtes war vor Ort, die Musikschule Kreuzau führte ein Singspiel auf, es gab Ponyreiten und Kinderschminken. Hinzu gesellte sich der Musikclown Gerd Thul, Pit Goertz bot einen Workshop mit dem Titel „Papierkunst“ an. Die Musikschulen Düren und Kreuzau stellten ein Instrumentenkarussell auf die Beine, die Bläser-Band der Realschule Wernerstraße spielte ebenso wie die Junior Big Band des Gymnasiums am Wirteltor. Auch trat die Trommlergruppe der Rheinischen Blindenschule auf und die Aktiven der Ballettschule Pahlke.

Fred Kessel hob vor 17 Jahren die Lions Kulturtage aus der Taufe. 2015 besuchten mehr als 5000 Menschen die Lions Kulturtage auf Schloss Burgau, 30.000 bis 40.000 Euro werden im Schnitt pro Jahr als Reinerlös verbucht, vor allem auch aufgrund von Spenden Dürener Unternehmen. Das Geld fließt in wohltätige Zwecke. Mit dem Überschuss werden auch diesmal wieder regionale Einrichtungen gefördert, wie der Verein „Lebenshilfe“, der das Geld in der Freizeitbetreuung geistig behinderter Menschen einsetzen möchte.

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