Düren - Liegt Düren am Ende einer Sackgasse?

Liegt Düren am Ende einer Sackgasse?

Von: Sandra Kinkel
Letzte Aktualisierung:
Professor Herbert Schmidt
Professor Herbert Schmidt präsentiert am 28. Oktober sein zweites Kabarett-Programm „Am Ende der Sackgasse“ in „Dürens Post Hotel“. Foto: Sandra Kinkel

Düren. Seinen Giftzahn hat Professor Herbert Schmidt schon wieder frisch gefüllt. Nach dem großen Erfolg seines Kabarett-Abends vor einem Jahr startet er Ende Oktober in die zweite Runde. „Am Ende der Sackgasse“ ist das neue Programm überschrieben. Genau wie beim letzten Mal wird den Besuchern ein Vier-Gang-Menü serviert.

 Zwischen Vorspeise, Suppe, Hauptgang und Dessert plaudert Schmidt über die Wahl des amerikanischen Präsidenten, die Bundeskanzlerin und vor allen Dingen auch über Düren.

„Wir leben in einer sehr spannenden Zeit“, sagt Schmidt mit einem Augenzwinkern. „Nehmen Sie nur den Dürener Weihnachtsmarkt. Der ist doch perfekt für Menschen mit Orientierungsschwierigkeiten, weil man sich dort einfach nicht verlaufen kann. Oder das neue Vier-Sterne-Hotel und die Umgestaltung der Kölnstraße. Themen gibt es wahrlich genug.“ Ob Düren nun aber wirklich am Ende der Sackgasse ist und ob es überhaupt für die Stadt eine Möglichkeit gibt, da wieder rauszukommen, will Herbert Schmidt heute noch nicht verraten. Nur so viel: „Ich wohne selbst in einer Sackgasse. Und eigentlich ist das sehr schön, weil da ja wirklich nur die Leute hinkommen, die da hinwollen.“

Herbert Schmidt will den Finger in die Wunde legen, und natürlich will er auch aktuelle sein. „Die Inthronisation des neuen Dürener Prinzenpaares ist kurz nach meiner Veranstaltung, also werfe ich auch einen Blick auf den Dürener Karneval.“ Bis zum 17. Oktober ist er noch unterwegs. „Danach bin ich aber bis zum Kabarett-Abend zu Hause. Das ist genug Zeit, das Programm noch zu aktualisieren.“

Allein in diesem Jahr hat der 63-Jährige als „Edutainer“ 34 Vorträge auf Kreuzfahrtschiffen gehalten, zuletzt ist er durch das westliche Mittelmeer geschippert. „Ich bin viel unterwegs“, sagt er, „aber die Lokalzeitungen werden natürlich alle gesammelt. Und es ist meine erste Amtshandlung, wenn ich wieder zu Hause bin, mir jede einzelne Ausgabe anzuschauen.“ Besonders aus Leserbriefen erhalte er viele Anregungen für sein Programm.

„Ich beobachte aber auch meine Umgebung und die Menschen sehr genau. Und immer wenn ich etwas Lustiges oder Kurioses höre, schreibe ich mir selbst eine E-Mail. So entsteht mein Programm.“ Herbert Schmidt macht es Spaß, als Kabarettist aufzutreten, großen Spaß sogar. „Drei Dinge machen mir an dieser Arbeit große Freude. Das Schreiben meiner Texte, das Zuhören und Beobachten der Menschen und auch das Einstudieren des Programms. Das ist irgendwie auch eine Art Gehirn-Jogging.“

75 Minuten dauert die Kabarett-Einlage von Herbert Schmidt, und es ist wichtig, dass er die vorgegebene Zeit zwischen den einzelnen Gängen nicht überschreitet. „Der Koch möchte ja sein Essen heiß und genau zum richtigen Zeitpunkt auf den Tisch bringen. Und danach richte ich mich natürlich.

Ich übe mein Programm mit der Stoppuhr.“ Professor Herbert Schmidt ist gespannt, wie das Publikum auf „Am Ende der Sackgasse“ reagieren wird. „Eine gewisse Anspannung ist schon da. Es kribbelt einfach. Aber das muss auch so sein.“ Sein Ziel sei es, die Menschen mitzunehmen, für seine Geschichten zu interessieren und natürlich auch zum Lachen zu bringen. „Und ja“, sagt Herbert Schmidt lachend, „wer am 28. Oktober dabei ist, wird natürlich erfahren, ob Düren am Ende der Sackgasse ist oder nicht.“

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