Untermaubach - Lieder der Vorfahren begeistern die Zuhörer

Lieder der Vorfahren begeistern die Zuhörer

Von: Bruno Elberfeld
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Zum sechsten Mal bestritten das Salonorchester Rurland und der Männergesangverein Voith ein Herbstkonzert im Saale Hassert in Untermaubach. Foto: Bruno Elberfeld

Untermaubach. Zum sechsten Herbstkonzert im Saal Hassert in Untermaubach spielte das „Salonorchester Rurland“ unter der Leitung von Jürgen Reimann. Die Instrumentalisten wechselten sich ab mit dem „Männergesangverein Voith“ unter dem Dirigat von Walter Drees.

Moderator Dr. Herbert Wilmsen erläuterte bei seiner Begrüßung das Motto „Alt aber gut“. Demnach ist Altbewährtes aus der musikalischen Vergangenheit noch lange nicht reif für die Schublade, sondern es wird immer wieder im Laufe der Zeit erneuert, verfeinert und auf den neusten Stand gebracht.

Herbert Wilmsen hatte – wie immer – „seine Hausaufgaben gemacht“. Er verblüffte vor der Präsentation der einzelnen Werke mit Daten über den Komponisten, die Entstehung des Werks, Erscheinungsjahr und mit so manchem Schmankerl über das Leben und Liebesleben der Tonschöpfer.

Die Männer und Frauen im Saal waren begeistert von diesen Ausführungen, noch mehr aber von den Liedern, die schon ihre Vorfahren bezaubert hatten.

Gute Abstimmung

Die Programme des Orchesters und des Männerchores waren gut miteinander abgestimmt. Im Wechsel ließen sie Instrumente und Stimmen erklingen. „Wir spielen Lehar“ – Vermutungen, welche Operettensongs wohl gespielt würden, hörte man an den Tischen. Der Treffer waren viele: „Du hast im Himmel viel’ Englein“, viele Besucher – zunächst vorsichtig, dann aber immer mutiger werdend – summten und sangen die Lieder mit. Schlag auf Schlag folgten bekannte Melodien, mal gemächlich, mal flott daherkommend. Die Untermaubacher „Fischerchöre“ steigerten sich.

Ein Höhepunkt vor der Pause: „Zirkus Renz“. Klaus Broscheid wirbelte auf dem Xylophon, eine Nummer, die in Sachen Artistik jedem realen Zirkus Ehre machen würde. Mit weiteren Soli glänzten an der Trompete Philipp Broscheid und als Sänger Walter Drees.

Es folgte: „Tanz mit Peter Kreuder“. Viele kannten die Lieder dieses unvergessenen Komponisten: „Im Krapfenwald“, „Schenk‘ mir doch ein kleines bisschen Liebe“ – nur wenige Gäste konnten sich dieser Bitte verschließen.

Die Geburt einer Nation

Der Männergesangverein Voith bot Ähnliches. Das etwas unbekanntere Stück „Landerkennung“ von Edward Grieg aus dem 19. Jahrhundert nahm Moderator Wilmsen zum Anlass, die Geburt Norwegens zur Nation zu schildern. Nach dem Konzertnachmittag in Untermaubach wissen die Gäste jetzt dank Herbert Wilmsen auch etwas über die Entstehung des Volkslieds in Zeiten, wo Menschen begannen, sich zu einer Nation zugehörig zu fühlen.

Die „Ungarischen Tänze Nr. 5 und Nr. 6“ von Johannes Brahms, die in Filmen von Charly Chaplin und bei Bucks Bunny verwendet worden waren, nahmen die Gäste mit auf Reisen über den „Großen Teich“ und wieder zurück nach Deutschland. „Der Jäger Abschied“, „Valenzia“, „Wenn ich einmal reich wär“, „Kriminaltango“ – zu ihrer Zeit gern gesungene Melodien und Weisen, die heute bei der älteren Generation Erinnerungen wachrufen.

Zum Abschied musizierten Orchester und Chor gemeinsam. Auf den Pulten lagen die Noten von „Mein kleiner grüner Kaktus“, „Fliegermarsch“ „Heimweh nach Köln“. Ein passender Übergang in die rheinische Karnevalssession.

Begrüßt worden waren die Gäste vom Untermaubacher Ortsvorsteher Mariano Graf von Spee. Veranstalter waren außer ihm Adolf Breuer, Ortsvorsteher von Bogheim, sowie die Untermaubacher Gruppe „Wir sind Untermaubach“ unter der Leitung von Peter Gross.

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