Lieber per Email: Ralf Bauer und Ann-Cathrin Sudhoff im Haus der Stadt

Von: Jana Peterhoff
Letzte Aktualisierung:
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Leo (Ralf Bauer) und Emmi (Ann-Cathrin Sudhoff) warten im virtuellen Chatraum auf die siebte Welle. Und die ist immer für eine Überraschung gut.

Düren. Kennt ihr das auch schon? Kennt ihr vielleicht das knisternde Gefühl, das eine fast imaginäre Person aus der Ferne hervorruft? Habt ihr schon Liebesbriefe an jemanden geschickt, den ihr nicht wirklich kennt? Oder steckt ihr gerade in einer fieberhaften Email-Beziehung und twittert verliebt Tag und Nacht?

Leo und Emmi kennen das sehr gut. Sie haben sich ineinander verliebt. Schriftlich, wie Emmi, eine verheiratete Frau mit zwei Kindern, sagt. Alles begann mit einem Irrtum. Mit einer falsch versendeten Email. Vertauschte Buchstaben in der E-Mail-Adresse könnten der Anfang einer neuen Beziehung sein. Zwei Jahre lang dauerte sie. Mit Höhen und Tiefen. „Gesehen, gesprochen und gerochen“ haben sie sich noch nicht. Ein Liebesdialog beginnt. Ein Dialog auf höchstem Niveau.

Mit vielen existenziellen Fragen, mit viel Gefühl und Unsicherheiten und vor allem mit Sehnsucht. Mit Sehnsucht nach einer gehaltvollen und tiefen Beziehung. „Alle sieben Wellen“ kamen mit einer tollen Besetzung nach Düren. Ralf Bauer spielte Leo und Ann-Cathrin Sudhoff gab Emmi wieder. Regie führte Wolfgang Kaus. Thomas Pekny war für die Ausstattung verantwortlich. Die Produktion der „Komödie im Bayerischen Hof München“ wurde nach dem Bestseller von Daniel Glattauer realisiert.

Die sechs Wellen kamen und gingen, immer wieder, in einem schönen, abwechslungsreichen und mit Spannung geladenem Spiel. Bis... Bis die siebte, die sagenumwobene und die als nicht real vermutete, siebte Welle mit aller Wucht überschwappte. Die Siebte sei rebellisch und unberechenbar. Die schönste. Das sei die, die die Landschaft neu formt. Das Publikum erwartete sie mit großer Hoffnung. Und sie kam. Nach lang aufgebauter Spannung und nach lang aufgestauten Mailboxen. Aus dem „User“ wurde der Partner Leo Leike, der sich von seiner realen Verlobten Pamela getrennt hatte.

Die virtuelle Liebhaberin Emmi Rothner konnte einer Vernunftspartnerschaft den Rücken kehren und ihre Liebe nun ausleben. Aus den Schreibfreunden wurde ein Liebespaar.

Das Publikum hat den Abend im Haus der Stadt sichtbar genossen. Als Danke kam ein wiederkehrender Applaus. Viele Paare verließen den Saal trotzdem zusammen.

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