Licht- und Schattenseiten der Alltagswelt

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Bürgermeister Paul Larue (2. v. l.) eröffnete die Ausstellung der Fotografischen Gesellschaft zum 85-jährigen Bestehen, zu der ihr Vorsitzender Otto Böhr (r.) viele an der Lichtbildnerei interessierte Gäste begrüßte. Foto: Schmitz

Düren. Einen Querschnitt durch das Schaffen der Mitglieder der Fotografischen Gesellschaft zeigt eine Ausstellung auf Schloss Burgau. Das Besondere dieser Jubiläums-Foto-Show zum 85-jährigen Bestehen: Jedes Mitglied stellt die Fotografien aus, die ihm am Herzen liegen.

Es gab keine Vorauswahl, erläuterte der Vorsitzende des Fotoclubs, Otto Böhr. Die Werkschau ist daher auch ein Anreiz für alle Besucher, sich mit der Fotografie zu beschäftigen. Natürlich gibt es Qualitätsunterschiede. Da sind Arbeiten von den „altgedienten” Mitgliedern zu bewundern, die seit Jahren mit der Kamera unterwegs sind, und ein Gespür dafür entwickelt haben, Motive in Szene zu setzen. Und es gibt die Arbeiten, mit der der Beginn des Spaßes an der Fotografie dokumentiert wird, sowie Ausstellungsstücke, die die Weiterentwicklung aufzeigen.

Das Motiv auswählen, die Standortwahl, Blende und Belichtungszeit, wenn man die Programmautomatik ausschaltet, ist die eine, die Bildbearbeitung am Computer im Anschluss daran die andere Sache. Alles gehört im Zeitalter der Digitalfotografie zusammen. Längst sind die Zeiten vorbei, in denen Filme noch selbst entwickelt und der Abzug noch von Hand gestaltet wurde.

Wer mehr möchte als nur den „Schnappschuss”, sollte die Clubabende im Haus der Stadt, jeweils am zweiten und vierten Montag des Monats um 19.30 Uhr, Raum 105 besuchen. Es sind Stunden des Austausches und des Lernens auf dem Weg zum ausdrucksstarken Foto. So war denn auch Bürgermeister Paul Larue bei der Ausstellungseröffnung von der „Faszination der Fotografie” angetan. Besonders dankte er der Fotografischen Gesellschaft für ihre Rolle als „fotografische Chronisten” des Stadtgeschehens und wies auf die vielen Erfolge der Fotografen bei Landes- und Bundeswettbewerben hin, an die auch der Landes- sowie der stellvertretende Bundesvorsitzende Wolfgang Craen und Wolfgang Rau erinnerten.

150 Fotos von 25 Mitgliedern der Fotografischen Gesellschaft werden in den Räumen von Schloss Burgau gezeigt. Die Spannbreite ist weit: beeindruckende Porträts, Aktfotografie, landschaftliche Höhepunkte, Naturerlebnisse, Tierfotos aus manchmal ungewöhnlichem Blickwinkel, qualitätsvolle Architekturaufnahmen, der Blick auf die Szenerie der Technikwelt. Die Ausstellung ist ein Konglomerat verschiedener Stilrichtungen und Aufnahmetechniken, eine Fokussierung auf naturnahe Ansichten und Kunstbild, auf die Facetten des Erlebens, die Alltagswelt mit Lebensfreude und Schattenseiten. Insgesamt ist es eine äußerst lebendige und spannende Mischung, die Lust auf das eigene Bild macht.

Die Ausstellung der Fotografischen Gesellschaft ist noch bis zum 3. Oktober zu sehen. Die Öffnungszeiten sind sonntags von 11 bis 18 Uhr sowie mittwochs und samstags von 14 bis 18 Uhr.
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