Letzter Baustein im Wohnpark Friedenau ist fertiggestellt

Von: Sarah Maria Berners
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Der letzte Baustein im Wohnpark Friedenau, ist fertig: Pfarrer Josef Wolff (2.v.r.) segnete ihn im Beisein von Bewohnern, Bürgermeister Walter Ramm (5. v.l.) und Vertretern des Caritas-Verbandes Düren Jülich Foto: smb

Kreuzau. Als „richtungsweisend in der Seniorenarbeit“ und als einen „Meilenstein in der Entwicklung der Gemeinde Kreuzau“ bezeichnet Bürgermeister Walter Ramm das, was in den vergangenen Jahren in Friedenau, auf dem alten Gelände der Firma Hoesch, entstanden ist und sich noch weiter entwickeln wird: Das sind Wohnkomplexe, Bungalows und mittendrin der Caritas-Wohnpark Friedenau.

Zu diesem Wohnpark für Senioren gehörten bislang die Tagespflege St. Lucas, 22 betreute Wohnungen und ein Café. Am Montag feierten Bewohner, Mitarbeiter und Gäste die Fertigstellung des letzten Bausteins: 33 Monate nach dem ersten Spatenstich ist auch das 44 Plätze in vier Einheiten umfassende Pflegewohnheim St. Andreas fertig. Ende des Jahres sind die ersten 33 Bewohner eingezogen.

„Entsprechend der Nachfrage hätten wir sofort alle Plätze belegen können“, sagte Dirk Hucko, Geschäftsführer des Caritasverbandes Düren-Jülich. „Aber wegen des Fachkräftemangels sei dieser Schritt noch nicht möglich gewesen.“ Es sei schwierig, qualifiziertes Personal zu finden. Nach Angaben der Caritas arbeiten 60 Mitarbeiter auf dem 8200 Quadratmeter großen Terrain. Elf Millionen Euro hat der Caritasverband Düren-Jülich in den Wohnpark investiert.

Hucko bezeichnet das Projekt in Friedenau als „Experiment“, mit dem der Verband Neuland betreten habe. „Aus wirtschaftlichen Gründen wäre es sinnvoller gewesen, Pflegewohnheim mit mehr Plätzen zu errichten.“

Caritas und Gemeinde Kreuzau halten das Projekt Friedenau für ein zukunftsfähiges Modell. „Die Gemeinde besteht quasi aus Einfamilienhäusern“, sagt Bürgermeister Walter Ramm. Viele Häuslebesitzer würden sich aber beizeiten auf den Moment vorbereiten, in dem sie nicht mehr alleine leben können oder das Haus zu groß wird.

Das Konzept in Friedenau: Wer in den Bungalows oder Wohnungen lebt, kann die ambulanten Dienste nutzen, im Café Kontakte pflegen und dabei möglichst lange selbstbestimmt leben, der Ortskern liegt 400 Meter entfernt. Wer in den Wohnungen lebt und später merkt, dass es alleine nicht mehr geht, muss nicht weit weg, sondern nur in der Nachbarschaft in das betreute Wohnen oder das Pflegeheim umziehen.

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