Merzenich - Lesung: Willy Ketzer brennt ein Anekdotenfeuerwerk ab

Lesung: Willy Ketzer brennt ein Anekdotenfeuerwerk ab

Von: heb
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Willy Ketzer
Willy Ketzer plauderte bei seiner Lesung in Merzenich aus dem Nähkästchen. Foto: heb

Merzenich. Eigentlich ging es nur am Anfang der Lesung wirklich um Willy Ketzer, den Schlagzeuger, der seit den 70er Jahren mit deutschen und internationalen Musikern über die Bühnen der Welt tourt. Da redete er über seine Kindheit im Hunsrück und sein Studium in Köln.

Danach unterhielt er sein Publikum mit Geschichten über die Stars der Musik, denen er in seinem Leben begegnete. Und eigentlich war es nur am Anfang kurz eine Lesung, die seine Gäste in der alten Kirche in Merzenich erlebten. Danach war es ein kleines Sommerkonzert unter Sternen mit etlichen Anekdoten.

Musikalisch begleitet wurde Ketzer am Freitag von Robert Vuchinger am Keyboard. Mit einer fulminanten Stimme und netter musikalischer Untermalung der Redeteile bereicherte dieser den Abend sehr. Der Schlagzeuger und Autor erzählte indes aus dem, was er in seinem Buch „Am Grab gibt’s keine Steckdosen“ an Geschichten gesammelt hat. Seit 1977 war der Musiker mit verschiedenen Bands unterwegs, begleitete die Größten – Johnny Cash und Tom Jones.

In frühen Jahren spielte er mit Klaus Doldingers „Passport“ die Titelmelodie des „Tatort“ ein, die bis heute läuft. Im Studio und auf Tournee war er mit Stars wie Peter Alexander oder Heino eng verbunden. Nichts zuletzt ist er aber auch immer im Karneval präsent gewesen, spielte im Studio für die „Bläck Fööss“ ein und begleitet bis heute jedes Jahr die Karnevalisten mit seiner Big Band. Fast 30 Jahre seines Lebens war er dabei mit Paul Kuhn unterwegs, eine Zeit, die ihm hörbar viel Spaß gemacht hat.

Über diese Erlebnisse wusste Ketzer diverse Anekdoten zu erzählen, ob es die Schulden der Beatles an einer Hamburger Wurstbude waren, gescheiterte Fallen für „Verstehen Sie Spaß“ oder auch nur lustige Späße der großen Musiker gegenüber Fans und Veranstaltern.

Auch wenn Willy Ketzer nun schreibt, im musikalischen Ruhestand ist er noch lange nicht. Im Moment ist er mit Helge Schneider auf Tournee, was auch für die Lesung die lustigsten Anekdoten mitbrachte. „Der ist den ganzen Tag so“, lachte Ketzer dabei fast klagend.

So habe ihn Schneider einmal einfach alleine auf der Bühne zurückgelassen und sei mit den anderen Musikern nach Hause gefahren. „Ich habe dann ein kurzes Solo gespielt und bin dann auch gegangen“, lacht Ketzer, „wer macht denn sowas?“

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