Lesung auf Burg Nideggen: Schauriges Ambiente, Krimi-Vergnügen pur

Von: ale
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Sorgten für Krimivergnügen: Luzia Schlösser, Petra Würth, Petra Hammesfahr, Ditmar Doerner und Käthe Rolfink (v.l.). Foto: ale

Nideggen. Ein „Mordsvergnügen“ erlebten rund 240 Besucher am Freitag auf Burg Nideggen. Sie ließen sich von drei Autoren in die Krimi-Welt entführen. Zu verdanken hatte man den kurzweiligen Abend der Kulturinitiative im Kreis Düren.

Die Organisatoren hatten sich einige schöne Details ausgedacht, um ein schauriges Ambiente zu schaffen: Schon auf dem Fußweg zur Burg wurde man von Kerzen und Fackeln begleitet. Die große Besucherschar war in drei Gruppen aufgeteilt worden, so dass die Lesungen an drei verschiedenen Orten stattfanden. Petra Würth stellte ihr außergewöhnliches Buch „Blutmond“ vor, hierfür hatte sie sich mit Jürgen Kehrer, dem Wilsberg-Erfinder, zusammengetan.

Abwechselnd schrieben sie aus der Sicht von zwei Privatdetektiven die Kapitel. Der Krimi spielt in der Sadomaso-Szene, da wurden zunächst im Publikum skeptische Blicke ausgetauscht; doch das Kapitel, in dem eine „Novizin“ sich ihre erste SM-Ausstattung kauft, war so witzig geschrieben, dass laut gelacht wurde. Petra Hammersfahr, eine der erfolgreichsten deutschen Autorinnen, wehrt sich, wenn man ihre Bücher als „Krimis“ bezeichnet. „Ich schreibe spannende Unterhaltungslektüre“, hat sie kürzlich in einem Interview gesagt. Sie legte temperamentvoll los. Ihre Milieubeschreibung, wie sie fiese, gemeine Typen darstellt und die kleinen Katastrophen nebenan – das ließ einen nicht los. In „An einem Tag im November“, das im nördlichen Rhein-Erft-Kreis spielt, sind es brutale Jugendliche, die eine bedrohliche Atmosphäre heraufbeschwören.

Ditmar Doerner las im Turm aus seinem Buch „Anna, ein Kindsmord“. Es ist eine beklemmende, spannende Geschichte, die von der Kommissarin in der Ich-Form erzählt. Sie geht darauf zurück, dass der Autor von dem Mord an einem Kind, der sich in seiner Region ereignet hat, sehr erschüttert war. „Es war mir ein Bedürfnis, dass dieser gruselige Fall nicht vergessen wird“, sagte Doerner. Von der positiven Resonanz begeistert zeigten sich auch die Vorsitzende der Kulturinitiative, Käthe Rolfink, und Luzia Schlösser, Leiterin des Burgenmuseums.

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