Lesermeinung: Stimmen zum Thema Stadthalle

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Düren. Liebe Leser, vielen Dank! Im Rahmen unserer neuen Kam-pagne haben wir nach Ihrer Meinung gefragt. Und schon am Wochenende gab es die ersten Reaktionen.

„Ich wünsche der Initiative viel Erfolg”, schrieb uns beispielsweise Jürgen Heinrichs aus Düren. Er bezieht sich auf die neuen Pläne zur Dürener Stadthalle. „Kommunale Projekte bedürfen eines breiteren öffentlichen Diskurses. So könnten auch teure Flops wie der Verkauf der Dürener Stadthalle unter Umständen vermieden werden”, kritisiert er den bislang erfolglosen ersten Projektentwickler.

Zu den brandneuen Plänen des Hamburger Investors schreibt er: „Auf den ersten Blick finde ich die Pläne gut. Einbeziehung des Parks, mittelgroßes abgespecktes Hotel, geräumige Tiefgarage, diagonale Auflockerung des Baukörpers im Erdgeschoss mit einem Sportmarkt sowie einem Herrenausstatter: Das klingt durchdacht und machbar. Ich hoffe nur, dass Decathlon nicht für den Sportmarkt zum Zuge kommt. Ich habe mir diese Kette in Frankreich ansehen können. Das Angebot wäre aus meiner Sicht keine Bereicherung für Düren.”

Otmar Schüttemeyer aus Düren beschäftigt ebenfalls die Stadthalle. „Stadtplanung ist eine hoheitliche kommunale Aufgabe und nicht Sache von Investoren. Die Stadt hat zu entscheiden, ob sie an der Denkmaleigenschaft der Stadthalle festhalten will, auch Ruinen können Denkmäler sein”, findet Schüttemeyer. Er fordert: „Die Stadt darf das Heft des Handelns nicht wieder aus der Hand geben!”

Wenn die Stadthalle, als mittlerweile das Stadtbild störendes Bauwerk im Einvernehmen mit der Denkmalpflege aufgegeben werden soll, brauche Düren einen neuen städtebaulichen Rahmenplan. „Warum dann an dieser zentrumsnahen, aber nicht zentralen Stelle eine Ladenpassage mit Hotel? In der noch fast zentralen unteren Arnoldsweilerstraße veröden Hunderte Quadratmeter Verkaufsflächen”, merkt er an. Stadtplanung müsse hier Leben hineinbringen, möglich sei auch ein Flächentausch für eine Bebauung entlang der Brückmannstraße zur Stärkung des Zentrums. Der Park könne dann als Grünflächenpuffer zwischen gewerblich genutzten Bauflächen und der kleinteiligen Wohnbebauung dienen.

„Es ist genug geredet und gezetert worden, das Schandbild ist für jeden sichtbar. Von Denkmalschutz zu sprechen ist ja wohl lächerlich. Alle, die dafür verantwortlich sind - sprich für die Kosten, derer es ja reichlich gibt - müssten persönlich dafür haften”, fordert Jutta Krocker. „Mich wundert wirklich nichts mehr, mal sehen, ob das neue Projekt auch wieder zerpflückt und kaputtgeredet wird.” Inge und Manfred Schroetter merken an: „Als Pädagogen im Ruhestand wissen wir, welche Sogwirkung Geschäfte in Schulnähe haben. Möglicherweise hat der Investor dies ja schon einkalkuliert.” Für die Schulen könne die Situation problematisch werden.
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