Leopold-Hoesch-Museum: Landschaft im Spiegel der Kunst

Von: eho
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Vier Ausstellungen auf einmal eröffnet sie am kommenden Sonntag: Renate Goldmann, Direktorin des Leopold-Hoesch-Museums Düren. Unter anderem Werke aus dem Nachlass von Ernst Ohst. Foto: Ingo Latotzki

Düren. Spannend, erlebnisreich, überraschend: Das Dürener Leopold-Hoesch-Museum bietet mit seinen neuen Frühjahrs- und Sommerausstellungen wieder einmal einen ganzen Reigen sehenswerter Präsentationen, die einen kompletten Tagesausflug lohnen.

Beherrschendes Thema ist diesmal die Landschaft in allen Spielarten ihrer Darstellung, motiviert durch die städteübergreifende Kooperation mit der Landesgartenschau Zülpich (16. April bis 12. Oktober). Dort wird das Dürener Museum mit Workshops unter der Leitung von Jeannine Bruno und drei zeitgenössischen Beispielen von Kunst im öffentlichen Raum (Martin Pfeifle, Paul Schwer und Arjan Stockhausen) selbst ein gutes Stück der regionalen Kultur vertreten.

Ganze 2000 Tuschzeichnungen, Aquarelle und Grafiken aus dem Nachlass des Dürener Künstlers Ernst Ohst (1914-2000) nennt das Leopold-Hoesch-Museum seit kurzem sein Eigen. Direktorin Renate Goldmann zeigt eine Auswahl der überwiegend auf Reisen entstandenen wunderbaren Ansichten bevorzugt französischer Landschaften unter dem Titel „Unsere Werte“. Wissenschaftlich aufgearbeitet hat die 2000 Werke die Kunsthistorikerin Tina Roßbroich. Zur Ausstellung anlässlich des 100. Geburtstags des Künstlers gibt das Museum eine umfassende Monografie (Wienand Verlag, 200 Seiten, 29 Euro) heraus.

Ein ganzer Raum ist der Installation „Der Garten im Garten“ des Zero-Künstlers Heinz Mack (83) gewidmet – einem Objekt aus Edelstahl, Aluminium und Plexiglas, das seine Faszination aus einem konstrastreichen Spiel aus Licht, metallischer Härte und pflanzlich-weichen Formen bezieht.

„100 mal Walchensee“: Der in München lebende westfälische Künstler Axel Kasseböhmer (62) gibt seiner Faszination des oberbayrischen Naturwunders in beinahe zahllosen Variationen an Darstellungen Ausdruck.

Klaus Dauven, diesjähriger Kunstpreisträger des Kreises Düren, der ganze Staumauern mit Hochdruckreinigern bearbeitet, verblüfft diesmal unter anderem mit Straßenschildern, deren Patina er durch „Abtragen“ kunstvolle Zeichnungen abgewinnt.

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