Düren/Zülpich - Leopold-Hoesch-Museum beteiligt sich an der Landesgartenschau

Leopold-Hoesch-Museum beteiligt sich an der Landesgartenschau

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Düren/Zülpich. In den Räumen des Leopold-Hoesch-Museums ist gerade die Ausstellung „Konzeption Landschaft“ eröffnet worden. Nun präsentiert das Dürener Museum auch grenzübergreifend Kunst auf der Landesgartenschau im Kreis Euskirchen.

„Das Museum öffnet sich und Kunst verlässt die Ausstellungsräume.“, formuliert Dr. Renate Goldmann, die Direktorin des Leopold-Hoesch-Museums. Bereits vor zwei Jahren waren erste Kontakte zu den Organisatoren der Zülpicher Laga geknüpft worden. In enger Zusammenarbeit mit den gestaltenden Künstlern seien damals die Orte auf dem Gartenschaugelände festgelegt worden, an denen inzwischen die Kunstwerke errichtet wurden.

Die enge Vernetzung der Region wird durch zwei Lichtinstallationen des Künstlers Paul Schwer sichtbar. Auf dem Dürener Hoeschplatz errichtete er eine Skulptur aus beleuchteten roten Plexiglasscheiben, während bei seiner Installation für den Zülpicher Marktplatz die Grüntöne überwiegen.

„Das Kunstwerk wird in der Bevölkerung kontrovers diskutiert, doch seitdem das Objekt ‚billbordpainting’ hier aufgestellt wurde, kommen gerade nach Eintritt der Dämmerung viele Menschen, um sich die leuchtende Installation anzuschauen. Das bewegt die Leute.“, erzählt Laga-Geschäftsführer Christoph Hartmann.

Weitere Projekte des „Hoesch-Sculpture-Space“ können die Besucher auf dem Gelände der Landesgartenschau entdecken. Viel Platz für Künstlergespräche, Konzerte, Lesungen und Präsentationen bietet die vom Künstler Martin Pfeifle konzipierte bühnenartige Skulptur „zetta“. Durch verschiedene Ebenen und Stufen verbindet die hölzerne, leuchtend gelb gestrichene Plattform Kunst und Funktionalität.

Ein besonderer Blickfang ist die Baumskulptur von Arjan Stockhausen. Der 21-jährige Enkel des Komponisten Karlheinz Stockhausen verwandelte einen abgestorbenen Apfelbaum in ein Kunstwerk. Zu den Klängen seines Großvaters gab er dem toten Baum zunächst „eine klare Form“ und umhüllte ihn anschließend mit einer gewendelten, aufwärts strebenden Holzkonstruktion: „Ich bin mit der Musik meines Großvaters groß geworden.

Doch diesmal wollte ich nicht nur rezipieren, sondern die Schwingungen der Musik umsetzen.“ Die Entstehung der Skulptur, die der Düsseldorfer Kunststudent humorvoll „StockStock“ nennt, wurde in Film und Foto dokumentiert und ist bis zum 24. August in einem der Altbausäle des Leopold-Hoesch-Museums zu sehen.

Im Auftrag des Museums entwickelte Samuel Danke die Hoesch-Kreativ-Plattform. Inmitten blühender Apfelbäume unterhalb der Zülpicher Stadtmauer entstand aus einzelnen Holzelementen in einer Mischung aus Architektur und Skulptur ein ungewöhnlicher Veranstaltungsort, der die Grenzen zwischen Innen und Außen verschwimmen lässt.

In Kooperation mit dem Verein „Grünes Klassenzimmer“ werden hier zahlreiche Kunst- und Kreativ-Kurse für die Schulklassen aus der gesamten Eifelregion angeboten. „Was hier entsteht, nehmen die Menschen im Herzen mit.“, ist Dr. Renate Goldmann vom Erfolg der Landesgartenschau überzeugt.

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