Lendersdorf - Lendersdorfer Chorsänger ernten tosenden Beifall

Lendersdorfer Chorsänger ernten tosenden Beifall

Von: Heike Eisenmenger
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An der Harfe bereicherte Manou Liebert das Chorkonzert der Lendersdorfer Foto: Heike Eisenmenger

Lendersdorf. Zilly Labroiers „Geheimmedizin” gegen Wehwehchen aller Art ist das Singen. „Wenn es mir nicht so gut geht, dann singe ich einfach ein Lied - und prompt fühle ich mich besser”, versichert Labroier, die mit 88 Jahren das älteste Mitglied des „Lendersdorfer Männer-Gesang-Verein 1844 mit Frauenchor” ist.

Die Sängerinnen und Sänger des Lendersdorfer Chors hatten zum Konzert in die St.-Michael-Kirche eingeladen. Das klassische Konzert mit Werken von Peter Strauch und Joseph Haydn war sehr gut besucht, das Gotteshaus war voll mit Menschen.

Abgerundet wurde das Konzert mit Soloeinlagen von Manou Liebert an der Harfe und Mariusz Cierplikowski an der Orgel. Mariusz Cierplikowski hatte zudem die Aufgabe übernommen, den Chor bei einigen Liedern am Klavier zu begleiten. „Das Schwierige an einem Chorauftritt mit Orgelmusik ist die zeitliche Abstimmung”, erklärte Marie Cierplikowski, der die musikalische Gesamtleitung oblag.

Der Orgelspieler muss einen „winzigen Tick” vor dem Gesang einsetzen, was bedeutet, „dass sich Chorleitung und Orgelspieler quasi blind verstehen müssen, damit das Ganze im Fluss ist”, beschrieb es Marie Cierplikowski. Als langjährige Ehepartner wie auch als Musiker, die zusammen arbeiten, sind Marie und Mariusz Cierplikowski ein eingespieltes Team. Ein Umstand, der sich in der Qualität des Konzertes widerspiegelt. Auf dem Programm standen kirchliche und weltliche Lieder. In die Kategorie „weltliche Musik” fällt „Die launige Forelle”.

Die Forelle ist eines der bekanntesten Lieder von Franz Schubert. Der Österreicher Franz Schöggl hat unter dem Titel „Die launige Forelle” zehn humorvolle Variationen komponiert, die der Chor auf lebhafte Art und Weise vortrug. Eine Lebhaftigkeit, die auch die 88-jährige Zilly Labroier ausstrahlte. „Das Singen muss aus dem Herzen kommen. Ein Leben ohne Musik, das kann ich mir nicht vorstellen”, sagte die Dürenerin. In die Sparte „Kirchenmusik” gehört beispielsweise das Orgelstück „Prelude Marc” von Antoine Charpentier und das Chorlied „Festgesang” von Christoph W. Gluck.

Von der Orgel in der Lendesdorfer Kirche ist Mariusz Cierplikowski restlos begeistert. „Das ist eine historische Orgel mit mechanischer Traktur, die einen wunderbaren Klang hat. Vergleichbares findet man heutzutage nicht mehr oft”, erklärte der Kantor der Pfarrkirchen St. Bonifatius und St. Antonius in Düren. Nicht nur vom Klang der Orgel, sondern vom Gesamtarrangement begeistert waren die Konzertbesucher, die sich mit tosendem Beifall bedankten und um eine Zugabe baten.

Dieser Bitte kam der „Lendersdorfer Männer-Gesang Verein 1844 mit Frauenchor” gerne nach und setzte mit A-Cappela-Gesang einen wohlklingenden Abschluss.
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