Lendersdorf: Kreisverkehr soll erst 2019 kommen

Von: Jörg Abels
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Seit 1997 kämpft Norbert Weber für den Bau eines Kreisverkehrs am Ortsrand von Lendersdorf Richtung Rölsdorf. Seit 2003 gibt es einen Vorentwurf der Stadt, der Landesbetrieb aber will erst 2019 bauen. Foto: Abels

Lendersdorf. Seit 1997 fordert Norbert Weber den Bau eines Kreisverkehrs an der unfallträchtigen Kreuzung Lendersdorfer Straße/Rölsdorfer Straße/Renkerstraße (L13). Immer wieder kracht es dort, weil Autofahrer auf der L13 kaum erahnen können, ob ein aus Rölsdorf kommender Wagen, an dem der rechte Blinker leuchtet auf die Landstraße oder aber in Richtung Lendersdorf abbiegen will.

Unfallschwerpunkt ist die Kreuzung offiziell zwar nicht. „Viele Blechschäden werden aber gar nicht erst gemeldet“, ist Weber überzeugt, dass die Zahl der Unfälle viel höher ist als die Statistik ausweist. Und deshalb ärgert sich der Bezirksausschussvorsitzende maßlos, dass der mit rund 250.000 Euro kalkulierte und von ihm des Öfteren angemahnte Bau eines Kreisverkehrs immer wieder verschoben wird. Seit 2003 liegt bereits ein Planungsvorentwurf vor, den die Stadt im Auftrag des Landesbetriebs Straßenbau erstellt hat.

Eine Frage des Geldes

Wie aus einer Vorlage für den Bezirksausschuss deutlich wird, geht der Landesbetrieb mittlerweile davon aus, dass der Knotenpunkt frühestens im Jahr 2019 entschärft werden kann. Zur Begründung heißt es, dass der zuständigen Regionalniederlassung Ville-Eifel jährlich nur 600.000 Euro für den Um- und Ausbau von Landstraßen zur Verfügung stehen und vor dem Lendersdorfer Kreisverkehr noch Maßnahmen mit einem Volumen von fünf Millionen Euro abgearbeitet werden müssen, die eine höhere Priorität genießen.

„Wenn ich dann lesen muss, dass die Landesregierung Ende des Jahres 42 Millionen Euro an ungenützten Straßenbaumitteln an den Bund zurückgeben muss, verstehe ich die Welt nicht mehr.“ Dass dieses Geld für Bundesstraßen und Autobahnen bestimmt war, ändere nichts daran, dass in Düsseldorf offenbar schlecht geplant werde.

Weber fordert den Landesbetrieb und die für die Priorisierung der Maßnahmen zuständige Verkehrskommission des Regionalrats in Köln auf, den Bau des Kreisverkehrs vorzuziehen und verweist darauf, dass sich auch die drei Straßen in einem äußerst schlechten Zustand befinden und dringend dsniert werden müssen.

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