Lehrschwimmbecken in Embken: Von Aquafitness bis Kindergeburtstag

Von: Gudrun Klinkhammer
Letzte Aktualisierung:
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Rund 500 Besucher nutzen in der Woche das Embkener Lehrschwimmbecken, freut sich Stephanie Falkenstein vom Förderverein. Aktuell werden die Duschen und Umkleiden saniert.
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Embken. Rund 500 Personen, Schüler ebenso wie Kursteilnehmer aller Altersklassen, gehen jede Woche in Embken im Lehrschwimmbecken in der Grundschule schwimmen. Das ist für eine Ortschaft mit aktuell 734 Einwohnern eine enorm hohe Nutzerzahl.

Zeigt Stephanie Falkenstein, seit 2015 die Vorsitzende des Trägervereins „Lehrschwimmbecken Embken“, den Belegungsplan, dann verwundert weiter, dass nicht nur Personen und Zusammenschlüsse aus Embken, sondern auch aus Schmidt, Vettweiß, Nörvenich, Bürvenich, Heimbach, Düren und Zülpich die Halle samt sechs mal zwölf Meter großem Pool regelmäßig pro Woche mieten.

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK), die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), der Kreissportbund, Schulen, eine Schwimmschule, eine Hebammen- und eine Physiopraxis bieten Schwimmkurse für alle Altersklassen, Aquafitness und Wassergymnastik und auch Schwimmkurse für Behinderte an.

Falkenstein: „Und samstags ist es möglich, die Einrichtung für Kindergeburtstagsfeiern anzumieten.“ Sonntags bleibt das Bad geschlossen, denn „da muss sich das Wasser regenerieren, obwohl wir auch diesen Wochentag locker belegen könnten. Die Nachfrage ist derart groß – wir könnten glatt ein zweites Bad in Betrieb nehmen.“

Allerdings steht der florierenden Einrichtung ein nicht zu unterschätzender Faktor gegenüber, das ist der ehrenamtliche Einsatz der Verantwortlichen. Denn sowohl Stephanie Falkenstein als auch die weiteren drei Vorstandsmitglieder, die Beiräte und die 200 Vereinsangehörigen setzen sich ohne Honorierung für den Erhalt der geschätzten und wichtigen Einrichtung ein. Die 32-Jährige sagt zu ihrer Intention: „Schon mein Mann Daniel lernte hier schwimmen, nun wünsche ich mir dies auch für meine vierjährige Tochter Leonie.“

Als die gelernte Heilerziehungspflegerin 2015 den Vorsitz des Trägervereins übernahm, da wusste sie nicht wirklich, was auf sie zukam. Stephanie Falkenstein: „Ich war total blauäugig, heute weiß ich: Der Vorsitz entspricht der Führung eines Kleinunternehmens.“ Gut für sie zu wissen, dass sie ausgezeichnete Fachleute mit im Boot hat, die etwa Wasserproben nehmen, Verträge abschließen, EDV-Arbeiten übernehmen und Belegungspläne bestens erstellen können. Falkenstein: „Wir treffen uns mindestens ein- bis zweimal pro Monat, dann werden Themen aufgearbeitet und Pläne gemacht.“

In den großen Sommerferien nun ist sie fast jeden Tag im Schwimmbad, denn derzeit stehen Reinigungs- und Sanierungsmaßnahmen an. „Die Duschen und die Umkleiden müssen baulich ertüchtigt, die Beckenwand stellenweise verfugt werden, alles eine Heidenarbeit.“ Zwar sind Fachfirmen vor Ort, doch die Koordination und die Aufsicht der Maßnahmen liegt beim Trägerverein.

„Zwei Wochen vor Ende der Ferien muss alles fertig sein“, sagt die zielstrebige Frau. In den kommenden Jahren, das erzählt Stephanie Falkenstein weiter, soll das Schwimmbecken mit Edelstahl ausgekleidet und barrierefrei eingerichtet werden. Vom Zugang zur Anlage bis hin zum Zugang ins Becken soll es nicht mehr nur Treppen geben, zusätzlich soll eine Rampe und eine Hebebühne Einzug halten. Unter dem Vorsitz von Stephanie Falkenstein werden die Schwimmbadfreunde die Ärmel hochkrempel und loslegen – das Ergebnis wird sich in einigen Jahren sehen lassen können.

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