Düren - Leere Schaufenster: Kreativität statt Leerstand und Tristesse

Leere Schaufenster: Kreativität statt Leerstand und Tristesse

Von: sj
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Die Schülerinnen Janina, Natascha, Eva und Chantal (von links) gehören zum Projektkurs der Angela-Schule, der Schaufenster leerstehender Geschäfte gestaltet hat. Foto: Stephan Johnen

Düren. Das Schaufenster ist fantasievoll dekoriert, erworben werden kann im ehemaligen Fahrradgeschäft an der Kölnstraße aber nichts. Das Ladenlokal steht leer. Dass Passanten bei einem Schaufensterbummel dennoch etwas zu sehen haben, ist die Leistung von Abiturientinnen der Angela-Schule. Ein Projektkurs stellt selbst kreierte Mode aus.

Auch an der Zehnthofstraße wird das Schaufenster eines nicht vermieteten Geschäfts zur Präsentationsfläche für Kunstobjekt der Schülerinnen. Weitere Leerstände sollen in naher Zukunft „bespielt“ werden.

„Niemand möchte Leerstand haben. Aber wenn es ihn gibt, sollte man ihn bis zur Neuvermietung sinnvoll nutzen“, stellte Stadtplaner Dr. Harald Heinz am Freitag die im Masterplan Innenstadt niedergeschriebene Idee hinter der Kunst-Aktion vor. Die Idee sei gereift, als er bei Besuchen von Schulen viele Ergebnisse von Projekttagen und Kunst-AGs auf „Fluren verstauben sah“. Heinz: „Es ist schade, dass das nicht mehr Leute sehen.“ Mit der Nutzung von Schaufenstern könnten so zwei Ziele erreicht werden: Kunstprojekte von Schülern können einem breiten Publikum vorgestellt werden und leerstehende Schaufenster „vermitteln eine positive Ausstrahlung.“

„Ziel ist die Wiedervermietung“, sagte Dürens Baudezernent Paul Zündorf am Freitag bei der Vorstellung der ersten Kunst-Schaufenster. Etwa 15 leerstehende Ladenlokale gebe es in der Kerninnenstadt, sechs Eigentümer hätten bereits ihre Bereitschaft für eine Zusammenarbeit erklärt. „Die Musik spielt weiterhin in der Innenstadt“, ist Bürgermeister Paul Larue überzeugt, dass sich Leerstand in der Kreisstadt nicht verstetigt beziehungsweise von einer „beunruhigenden Tendenz“ gesprochen werden müsse. Das Engagement der Schülerinnen sei eine gute Möglichkeit, „Kunst außerhalb musealer Räume zu präsentieren“.

Auch das nächste Innenstadtforum am Mittwoch, 2. Juli, beschäftigt sich von 14 bis 16 Uhr mit der Kunstaktion. Die Schülerinnen, ihre Lehrer Sarah Braun und Herbert Richter stellen Arbeiten vor. Das Forum tagt im ehemaligen Fahrradgeschäft „Gothe“ an der Kölnstraße.

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