Lebensraum für die Gelbbauchunke: 200 Euro für die Prinzenfamilie Merode

Von: kin
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Die Gelbbauchunke fühlt sich im Meroder Wald sehr wohl. Um ihr einen guten Lebensraum zu schaffen, wurden Tümpel angelegt. Foto: imago/stock&perople

Langerwehe. Als im Ausschuss für Kultur, Naherholung und Umweltangelegenheiten die Vergabe des RWE-Indeland-Klimaschutzpreises auf der Tagesordnung stand, haben die Ausschussmitglieder darüber ziemlich kontrovers diskutiert. Der Grund: 200 der insgesamt 1000 Euro, die die Gemeinde Langerwehe vergeben kann, gehen an Albert-Henri Prinz von Merode.

Gemeinsam mit der Biologischen Station des Kreises Düren und der Langerweher Umwelt- und Naturschutzorganisation (Luna), dessen Vorsitzender Charles-Louis von Merode ist, betreut die Prinzenfamilie seit vielen Jahren ein Gelbbauchunken-Projekt. „Wir wissen“, sagt Albert-Henri Prinz von Merode, „dass die Gelbbauchunke sich im Meroder Forst sehr wohlfühlt. Und das soll auch so bleiben.“

Im vergangenen Jahr sei im Wald ein rufendes Gelbbauchunken-Männchen beobachtet worden. Albert-Henri Prinz von Merode: „Damit die Tiere einen guten Lebensraum finden, um sich weiter fortzupflanzen, haben wir in diesem Jahr fünf zusätzliche Tümpel angelegt.“ Seit Jahrzehnten, ergänzt der Prinz, würde seine Familie sich für Nachhaltigkeit einsetzen – auch und immer wieder mit Aktionen, die aus rein forstwirtschaftlichen Gesichtspunkten absolut keinen Sinn machen würden. So seien beispielsweise Wildäsungsplätze angelegt worden.

„Nach dem Krieg sind fast nur Fichten gepflanzt worden. Wir bemühen uns seit Jahrzehnten, aus dem Kulturwald wieder einen Mischwald zu machen und haben eine große Menge Eichen gepflanzt. Wir haben schon nachhaltig gearbeitet, als es diesen Begriff noch gar nicht gab.“

Albert-Henri Prinz von Merode betrachtet den Klimaschutzpreis als Wertschätzung dieser Arbeit. „Dabei geht es nicht in erster Linie um das Preisgeld“, sagt er. „Sondern darum, das Bewusstsein für die Arbeit zu steigern.“ Im Übrigen werde seine Familie das Preisgeld an die Dorfgemeinschaft Merode spenden. Jeweils 400 Euro aus dem Klimaschutzpreis gehen an die Kindertagesstätte „Löwenzahn“ in Pier. Im Rahmen eines Umweltprojektes haben die Jungen und Mädchen ein Insektenhotel aufgestellt, eine Wildwiese angelegt und Schmetterlinge gezüchtet. Ebenfalls 400 Euro bekommt Stefan Pohl, der mit der energetischen Sanierung seines Altbaus den Strom- und Wasserverbrauch nahezu halbiert und die CO2--Emission von elf auf drei Tonnen pro Jahr reduziert.

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