Langerwehe - Lebensfreude, Dynamik und Energie beim Konzert von Joy of Gospel

Lebensfreude, Dynamik und Energie beim Konzert von Joy of Gospel

Von: Bruno Elberfeld
Letzte Aktualisierung:
Auch die Menschen in der Alten
Auch die Menschen in der Alten Kirche animierte Onita Boone zum Mitsingen. Foto: bel

Langerwehe. Einen guten Ruf in der Gospel-Szene hatten sich die Sängerinnen und Sänger von Joy of Gospel im Laufe der Jahre schon erarbeitet. Doch seit dem Konzert in der Langerweher Alten Kirche sind ihre Aktien in die Höhe geschnellt.

Onita Boone, die neue Chorleiterin, hat in kürzester Zeit aus einem guten Chor einen tollen Chor geformt, der mit Musikalität, Stimmgewalt, Gestik und Mimik sowie mit lebendiger Souveränität eine hervorragende Zukunft haben wird.

Wie drückte es doch ein Redner am Schluss des Konzertes aus? „Ein neuer Stern ist über Langerwehes Gospel-Himmel aufgegangen”, lobte er überschwänglich die Präsentation. Kein Mensch verließ St. Martin vorzeitig. Alle warteten sie mit Standing Ovations auf, es gab noch eine Zugabe und noch eine...

Schon nach dem ersten Beitrag „Ride on King Jesus” zeichnete sich ab, dass der Beifall im Laufe des Abends auf eine Lautstärke eines Popkonzerts anschwellen würde. Schuld an dieser Entwicklung: eine zierliche Frau aus New York, seit Jahren in der Nähe von Köln beheimatet, die den Gospel-Sound offenbar mit der Muttermilch eingesogen hat.

Onita Boone dirigierte nicht einfach, sondern sie brachte die Sänger im Chor der Kirche mit Körpereinsatz in Bewegung, trieb hier und da passend mit einem „Come on!” an, trat singend mit den Sängern in einen Dialog. Aber das war noch nicht alles. Auch das Publikum auf den harten Kirchenbänken „musste dran glauben”. Boone animierte die Menschen zum Aufstehen, Tanzen, Klatschen und - recht ungewöhnlich - bei einigen Stücken zum Mitsingen.

Onita Boone ist eine dynamische Frau voller Lebensfreude, Dynamik und Energie. Dabei bewies sie mit eigenen Gesangsbeiträgen, dass sie vor allem eines kann: singen. Ihre Stimme umfasst mehrere Oktaven, kommt manchmal gefühlvoll, dann wieder gewaltig daher.

Anscheinend möchte Onita Boone die Mitglieder des Chors mit neuem Selbstbewusstsein ausstatten. Bei zwei Stücken stand Chormitglied Bettina Merzenich auf dem Podest und gab den Takt an. Im Hintergrund verfolgte derweil Boone das Geschehen sehr aufmerksam.

Den Schluss gestalteten Boone und Joy of Gospel zu einer kommunikativen Choreografie. Singend wiegten sich die Sängerinnen und Sänger bei einer der vielen Zugaben bis in die Mitte des Kirchenschiffs, eng verbunden mit den Menschen, während die Chorleiterin das Ganze vom Altarraum aus dirigierte.
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