„Lebende Krippe“ erfreut sich ungebrochener Beliebtheit

Von: sj
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Helmut Schmitz (links) gehört zu den vielen Helfern, die im Vorfeld mit anpacken. Die „Lebende Krippe“ des Mandolinenclubs begeistert nicht nur die Kinder unter den Zuschauern. Foto: Stephan Johnen
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Helmut Schmitz (links) gehört zu den vielen Helfern, die im Vorfeld mit anpacken. Die „Lebende Krippe“ des Mandolinenclubs begeistert nicht nur die Kinder unter den Zuschauern. Foto: Stephan Johnen

Düren. Niemand käme auf die Idee, vorzeitig Weihnachten zu feiern. „Aber wir wollen uns auf Weihnachten besinnen“, begrüßte der Vorsitzende Rudolf Schwalbach am Wochenende dreimal die zahlreichen Zuschauer der „Lebenden Krippe“ auf dem Marktplatz.

Die Krippe des Mandolinenclubs TC Wandervogel Merken gehört seit fast einem Vierteljahrhundert zum Dürener Weihnachtsmarkt, die musikalisch begleitete Darstellung des Weihnachtsevangeliums ist eine Institution. Und jedes Jahr lässt sie viele alte und junge Besucher der Innenstadt inmitten von Hektik und manchmal auch vorweihnachtlichem Stress innehalten. Die Zuschauer lauschen einer Geschichte, die im Grunde zwar jeder kennt, aber die dennoch nicht oft genug erzählt werden kann.

„Es ist eine Freude, wenn die Kinder glänzende Augen haben“, sagt Andreas Schröer, der seit vergangenem Jahr den Josef mimt und aus diesem Grund ab Anfang November den Bart wachsen lässt. Ihm zur Seite stehen bei drei Aufführungen Marina Quast als Maria, Claudia Sauer als Engel sowie weitere Vereinsmitglieder, die als Hirten und Könige aus dem Morgenland ihren Teil zum Gelingen beitragen. 20 Musiker unter der Leitung von Markus Ullner trotzen Wind, Kälte und Nässe, seit der ersten Aufführung gehört auch der mittlerweile 80 Jahre alte Opernsänger Gerhard Bannas zum besonderen Ensemble.

„Das dritte Advent-Wochenende ist ein Höhepunkt in unserem Kalender“, sagt der Vereinsvorsitzende Rudolf Schwalbach. Ein besonderer Dank gelte aber auch allen Helfern, die hinter den Kulissen im Einsatz sind und Krippenbauer Willi Bellartz bei seiner Arbeit unterstützen. „In diesem Jahr mussten wir im Vorfeld viele Teile des Stalls ausbessern, das machen wir alles selbst“, nennt Schwalbach ein Beispiel. Fast 200 Arbeitsstunden müssen jedes Jahr ehrenamtlich geleistet werden, um Stall und Krippe auf und wieder abzubauen. Unterstützung erhält der Mandolinenclub dabei von mehreren Landwirten. Schließlich müssen die Einzelteile das Jahr über in einer Scheune gelagert werden, und auch Ochs, Esel und Schafe fallen nicht einfach vom Himmel.

In der kommenden Woche sind die Musiker erneut zu Gast auf dem Weihnachtsmarkt. Am Sonntag, 20. Dezember, 15.30 Uhr, laden sie zum Konzert ins Haus der Stadt ein. Der Eintritt ist frei.

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