Düren - Lateinformationen in der Arena: Bundesliga der anderen Art

Lateinformationen in der Arena: Bundesliga der anderen Art

Von: Gudrun Klinkhammer
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Die Formation FG Aachen-Düsseldorf während ihrer Tanzpräsentation in der Arena Kreis Düren. Foto: Gudrun Klinkhammer
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„Conchita 4711“, ein Conchita Wurst-Double aus Köln, trat auf.

Düren. „Nach zehn Jahren können wir sagen: Wir sind hier wirklich angekommen, in dieser Halle und in dieser Stadt. Wir sind sehr dankbar und blicken mit einem sehr guten Gefühl in die Zukunft“, sagte Elke Eschweiler. Sie ist die Präsidentin des Tanzsportzentrums (TSZ) Aachen.

Am Samstagabend begrüßte sie rund 1300 Gäste in der Arena Kreis Düren zum Turnier der 1. Bundesliga der Lateinformationen. Genau vor zehn Jahren wurde in Düren in der Arena ein erstes Turnier dieser Art ausgerichtet. Die besten Tanzformationen des Landes – darunter amtierende Weltmeister –, fantastische Kostüme, großes Können und großartige Musik, lassen die Veranstaltung in jedem Jahr wieder zu einem Publikumsmagneten werden.

Zwei Busse aus der Kaiserstadt

Elke Eschweiler erinnert sich in einem Gespräch an die Anfänge: „2008 fusionierten das TSZ Aachen und der TD TSC Düsseldorf Rot-Weiß im Leistungssportbereich. Die beiden autarken Vereine bündelten ihre Kräfte auf Bundesliganiveau.“ Doch bereits 2006 ging es darum, für den Bundesligisten TSZ Aachen eine geeignete Halle zu finden, die dem Tanzsport gerecht wird. Da die heute 52-jährige Elke Eschweiler, seit elf Jahren Präsidentin des TSZ, damals in Düren arbeitete, zog sie auch die Arena Kreis Düren in Betracht. Eschweiler: „In Aachen gibt es nicht so eine treffende Halle, die für den Tanzsport derart geeignet ist.“

Anfängliche Bedenken, aus finanziellen Gründen nicht übereinzukommen, wurden schnell ausgeräumt. Um es den Besuchern aus Aachen möglichst bequem zu machen, wurde gleich mit dem ersten Turnier ein Shuttlebus eingerichtet, der sich seither bewährt hat. Mindestens zwei große Reisebusse bringen die tanzbegeisterten Zuschauer am Bundesliga-Abend von Aachen nach Düren und fahren sie nach der Veranstaltung wieder zurück.

Gut 200 Sportler, aufgeteilt auf die acht besten Lateinformationen Deutschlands, stellten sich während der zehnten Auflage sieben Wertungsrichtern, die aus verschiedenen Bundesländern anreisten. Die Turnierleitung lag in den Händen von Dr. Thomas Kokott (St. Augustin). Für die Technik zeichnete in bewährter Form Thomas Kretschmer verantwortlich. Kretschmer wacht seit 2004 über die Arena Kreis Düren, inzwischen ist er der Betriebsleiter der Veranstaltungsstätte.

Er und sein Team sorgen für einen reibungslosen Ablauf. Egal, ob Durchsagen wegen eines verloren gegangenen Personalausweises oder einem bei Regen mit offenem Fenster abgestellten Pkw gemacht werden müssen: Kretschmer und Co. sind mit Ruhe und viel technischem und menschlichem Sachverstand zur Stelle. Für seinen Einsatz erhielt Thomas Kretschmer aus den Händen von Elke Eschweiler vor versammeltem Publikum einen dicken Blumenstrauß und ein ganz herzliches Dankeschön.

Wie gewohnt reibungslos ging das Turnier über den glatten, 20 mal 12 Meter großen Parkettboden, der von Spezialisten der Tanzvereine eigens einen Tag zuvor in der Halle verlegt worden war. Als besonderes Show-Bonbon trat „Conchita 4711“, ein Conchita-Wurst-Double aus Köln, zwischen den Tänzen auf. Das Publikum staunte nicht schlecht und applaudierte dem Travestie-Künstler.

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