Lastwagen nerven Anwohner am Fuchsberg

Von: han
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Regen sich über den ständigen Lkw-Verkehr auf: Josef Schulze und Peter Brandenburg. Sie hoffen darauf, dass die Stadt Lösungen finden wird, die allen gerecht werden. Foto: Schmitz

Düren. Für die Anwohner an der Ecke Am Fuchsberg und Zülpicher Straße ist der Lärm unerträglich geworden. Stunden über Stunden rauschen Lkw an ihren Wohnungen vorbei zu einem Gewerbetrieb in der ehemaligen Kaserne.

Auf dem Balkon sitzen oder bei warmer Witterung die Fenster in der Wohnung zu öffnen, sei kaum möglich, sagen sie. „Man versteht sein eigenes Wort nicht mehr, kann den Fernsehton bei Zimmerlautstärke kaum noch vernehmen - und stellt man ihn lauter, hat man Krach mit den Nachbarn”, klagen Josef Schulze und Peter Brandenburg.

Der tagtägliche Lärm der mit Autos beladenen oder leeren Brummis geht ihnen an und auf die Nerven. Selbst nachts lieferten Lkw-Fahrer noch ihre Ladung bei der Firma Recontec an, beteuern die Anwohner. Und wenn sie nicht mehr durchs ehemalige Kasernentor kommen, stellten sie ihre Fahrzeuge in der Nähe ab, oft mit laufendem Motor.

„Was wir hier an Abgasen einatmen müssen, gefährdet in erheblichem Maße unsere Gesundheit”, glaubt Claudia Krieger, die ein Eingreifen der Stadt fordert. Vor allem auch deswegen, weil viele Fahrer ihrer Meinung nach wenig rücksichtsvoll ihr Fahrzeug lenken. „Auf dem Bürgersteig ist man nicht mehr sicher, die werden ständig von den Reifen überrollt”, gibt sie ihre Beobachtungen wieder. Für Kinder sei der Aufenthalt in diesem Bereich gefährlich geworden, obwohl das Viertel doch ein familienfreundliches Wohngebiet sein soll. „Muss denn eigentlich immer erst etwas passieren, bevor die Behörden eingreifen”, fragt sie erbost.

Rund 100 bis 200 Lkw pro Tag wollen die Anwohner gezählt haben, die die ehemalige Panzerkaserne anfahren. Dabei sind sie davon überzeugt, dass es andere Möglichkeiten gibt, die motorisierte Fracht abzuladen. Ein- und Ausfahrten bestünden an der Stockheimer Landstraße, eine weitere im neuen Industriegebiet. Eingaben an die Stadt, Abhilfe zu schaffen, blieben bisher erfolglos, erzählt Claudia Krieger.

„Abwägungsprozess”

Von einem Anschreiben ist Alexander Knecht, stellvertretender Leiter des Tiefbauamtes und zuständig für Straßenverkehrsplanung, allerdings nichts bekannt. Auf die Problematik angesprochen, verweist er auf einen „Abwägungsprozess”. Einerseits Bürger-, andererseits gewerbliches Interesse. Man könne einen Gewerbestandort nicht „einfach abschneiden”.

Er werde die Situation aber untersuchen, wenn eine entsprechende Anfrage an das Tiefbauamt gerichtet werde. Erst nach Prüfung des Sachverhalts, könne dann auch über die vor drei Jahren erteilte Ausnahmegenehmigung für Recontec nachgedacht werden. Damals stellte die Firma bei der Stadt einen Antrag auf „Änderung der Betriebszeit”, der positiv beschieden wurde. Sie wurde auf werktags (einschließlich samstags) von 6 bis 22 Uhr festgelegt.

Die Recontec-Verantwortlichen lehnten eine Stellungnahme gegenüber der DZ ab.
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