Larue will für Erhalt des Rurtal-Gymnasiums kämpfen

Von: Jörg Abels
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Paul Larue sieht gute Gründe, das „Rurtal“ zu erhalten. Foto: Abels

Düren. In der Diskussion um die Zukunft der Dürener Schullandschaft bricht Paul Larue eine Lanze für das Rurtal-Gymnasium. „Ich werde für den Erhalt dieser Schule kämpfen“, kündigte der CDU-Politiker an, der als Bürgermeister auch Schuldezernent der Stadt Düren ist.

Vor Wochenfrist hatte der Bonner Schulentwicklungsplaner Wolf Krämer-Mandeau mit Blick auf die rückläufigen Schülerzahlen vorgeschlagen, mit dem „Rurtal“ das kleinste der fünf Dürener Gymnasien zur Stärkung der vier übrigen auslaufen zu lassen und stattdessen mehr Gesamtschulplätze in der Stadt zu schaffen. Empörte Reaktionen aus Reihen der Elternschaft waren die Folge.

„Wir können auf kein Gymnasium verzichten. Jedes hat seine ganz spezifische Ausrichtung“, betont Larue. Für das „Rurtal“ spreche, dass es das einzige Gymnasium in der Stadt mit einem Ganztagesangebot sei, das von der neuen Schulleitung auch noch weiter ausgebaut werde. Zudem könne er sich gut vorstellen, dass das „Rurtal“ zum Abitur nach neun Jahren zurückkehren könnte, wenn das Land – wie aktuell diskutiert wird – den Gymnasien in Zukunft selbst überlässt, ob sie das G8- oder G9-Abitur anbieten wollen.

Larue ist überzeugt, dass das „Rurtal“ mit einem differenzierten und noch mehr auf die individuellen Bedürfnisse der Schüler abgestimmten Ganztagesangebot sowie der G9-Option spürbar an Attraktivität gewinnen würde – vor allem beim Schülern, die mehr Förderung benötigen. Und er erinnert daran, dass es rechtlich gar keine Notwendigkeit gebe, das Gymnasium zu schließen, solange es – wie seit Jahren – genügend Anmeldungen für zwei Eingangsklassen hat.

Der Bürgermeister stellt sich zudem schützend vor die Hauptschulen, „die bei der Integration von Flüchtlingskindern und bei der Inklusion die Hauptlast trügen. „Sie haben es nicht verdient, so negativ betrachtet zu werden. Ich habe großen Respekt vor der fantastischen Arbeit, die in Birkesdorf und an der ‚Burgauer Allee‘ geleistet wird“, betont Larue.

Schulentwicklungsplaner Krämer-Mandeau geht davon aus, dass mittelfristig in Düren nur noch eine Hauptschule überlebensfähig sei. Er räumt daher der kleineren in Birkesdorf nur geringe Zukunftschancen. Das sieht Larue anders, vor allem mit Blick auf die weiterhin große Herausforderung bei der Integration junger Flüchtlinge. Und deren Zahl werde vorerst nicht sinken. 2016 muss allein die Stadt Düren rund 260 zugewanderte Kinder unterbringen, genauso viele wie 2015.

Mit Blick auf die Integration kann sich Larue allenfalls eine sogenannte „Neue Realschule“ vorstellen, die auch einen Hauptschulabschluss anbietet: Insgesamt aber bleibt er bei seinem seit Jahren bekannten Standpunkt und plädiert wie die CDU-Fraktion weiterhin für die Beibehaltung des Status quo in der Dürener Schullandschaft.

„Unser differenziertes Angebot ist etwas ganz Wertvolles“, betont der Bürgermeister, „das wir solange erhalten sollten, bis sich die Eltern anders entscheiden und wir Angebote rechtlich nicht mehr aufrechterhalten können wie zuletzt im Fall der Hauptschule Gürzenich.“

Larue appelliert an die „Ampel“-Stadtratsmehrheit, jeden Schritt gut zu überlegen. „Der gute Ruf der Schulstadt Düren, den wir uns über Jahre hinweg erarbeitet haben, ist sehr schnell verspielt.“

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