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Larue kritisiert Trianel-Projekt

Von: ch
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Kreis Düren. Um die Pläne des Unternehmens Trianel, bei Schwammenauel auf dem Gebiet der Stadt Heimbach ein Pumpspeicherkraftwerk zu bauen, kamen auch sie nicht herum: 51 Delegierte, dazu Gäste aus Politik, Verwaltung und dem eigenen Haus trafen sich im Haus der Stadt zur Verbandsversammlung des Wasserverbandes Eifel-Rur (WVER).

Im Mittelpunkt standen die Berichte von Bürgermeister Paul Larue, der als Vorsitzender des Verbandsrates quasi Chef des WVER-Parlaments ist, sowie vom Vorsitzenden des Vorstands, Professor Dr.-Ing. Wolfgang Firk, der die täglichen Geschäfte des Verbandes leitet.

Paul Larue übte in seinem Bericht Kritik am Trianel-Projekt: „Wir müssen sehr darauf achten, dass das Talsperrenwesen durch ein Pumpspeicherkraftwerk nicht beeinträchtigt wird“, sagte er und warnte vor negativen Folgen für die Wassergüte des Rursees. Selbstbewusst machte der Christdemokrat zudem das politische Gewicht der Städte und Gemeinden im Kreis geltend: „Wenn es denn geht, dann geht es nicht ohne uns.“

Der Vorstandsvorsitzende Firk ging in seinem Bericht gleichfalls auf das von Bürgern und Anrainer-Gemeinden heftig kritisierte Vorhaben von Trianel ein: „Für den WVER als Besitzer der Talsperre ergibt sich die Notwendigkeit, dass die bisherigen Nutzungen der Talsperre nicht eingeschränkt werden dürfen“, formulierte Wolfgang Firk diplomatisch und fügte hinzu: „Dazu gehören Auswirkungen auf den Talsperrenbetrieb, auf die Standsicherheit der Sperrbauwerke und Uferböschungen, auf die Gewässergüte und auf den Tourismus.“

Grund zur Freude fand der Ingenieur gleichwohl: „Das ist doch eine nette Situation: Seit zehn Jahren erheben wir die selben Beiträge“, erklärte Firk und fand damit den Beifall von Vertretern der Kommunen in der Städteregion Aachen sowie den Kreisen Düren und Heinsberg, die zusammen mit Repräsentanten der Belegschaft, der Industrie und der Gebietskörperschaften den Verbandsrat bilden. Finanziell scheint es dem WVER zur Zeit sowieso eher gut zu gehen, vermeldete der Vorstandsvorsitzende doch: „Bei den Schulden haben wir kräftig getilgt!“

Außerdem fanden bei der Versammlung Nachwahlen zum Verbandsrat statt. Für den ausscheidenden Joachim Lange als Vertreter der WVER-Belegschaft wurde der Vorsitzende des Personalrats, Wolfgang Goebbels aus Herzogenrath, zum neuen Mitglied gekürt. Gegenkandidat war sein Kollege Siegfried Girgel aus Gemünd.

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