Niederau - Larue: „Der Einsatz von Zeit ist das Wertvollste”

Larue: „Der Einsatz von Zeit ist das Wertvollste”

Von: Fred Schröder
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Bürgermeister Paul Larue stellte das Ehrenamt beim Neujahrsempang in den Vordergrund. Foto: Schröder

Niederau. „Wer sich um das Alltägliche kümmert ist nicht in der Gefahr die Bodenhaftung zu verlieren”. Beim Neujahrsempfang der Stadt Düren für die Vereine im Winkelsaal von Schloss Burgau sang Bürgermeister Paul Larue das Hohelied des Ehrenamtes.

„Das Engagement der Vereine, Institutionen und Organisationen ist eine Ermutigung in Zeiten der Krisen”, so der Bürgermeister wörtlich und gab gleichsam der zehn Gebote „Rezepte gegen die Krisen”, die man bei den Vereinen abschauen könne.

Dass man sich tatsächlich sorge um Ausbildungs- und Arbeitsplätze und die Zukunft der Unternehmen in schwierigen Märkten, unterstrich Paul Larue nachdrücklich: „Jeder trägt an seinem Platz Verantwortung, denn jede Krise beginnt in Herzen und Hirnen von Menschen”. An der Vielschichtigkeit der Vereine und Vereinigungen orientierte der Bürgermeister seine Rezepte.

„Humor und Freude lassen die Welt in hellerem Licht erscheinen”, ermunterte er die Karnevalisten und wandte sich den Rettungsdiensten zu: „Schutz und Rettung sind praktiziertes Ja zur Menschenwürde”, lobte er den Einsatz zu jeder Tages- und Nachtzeit.

Eine große Aufgabe schrieb Larue den Kulturvereinen zu. „Sie lehren uns Respekt und Achtung vor den Fremden”, würdigte er das Engagement ausländischer Kulturvereine ebenso wie das nachbarschaftliche Miteinander im Norden und Südosten der Stadt.

Aus der Geschichte lernen. Auch diese Erkenntnis gab der Bürgermeister als Rezept weiter und kam zu der Einschätzung, dass „der Umgang mit der Geschichte bescheiden macht”. Düren habe eine große Geschichte mit Höhen und Tiefen. Die Stadt dürfe sich zu ihrer Geschichte bekennen und die Jubiläen feiern. Das Rathausfest ebenso wie das Jubiläum der Partnerschaft mit der französischen Stadt Valenciennes.

Larue: „Wir waren damals eine der ersten Städte, die eine Partnerschaft über die Grenzen hinweg schlossen und dem Nachbarn und früheren Gegner Frankreich die Hand zur Versöhnung entgegenstreckten. Der Bürgermeister mahnte „einen verantwortlichen Umgang mit Tieren und Pflanzen” an in Richtung der Vereine, die sich mit Garten und Tieren beschäftigen.

Den Schützenbruderschaften bescheinigte Larue „einen demonstrativen Umgang mit den Werten und dem Glauben” und lobte letztlich alle Vereins- und Interessenvertreter, „die weit ab vom Bonus-Denken der Manager” ihre Aktivitäten bündeln. „Der Einsatz von Zeit ist das Wertvollste”, schrieb der Bürgermeister den Vertretern der Vereine ins Stammbuch.

Als Präsent der Stadt gab es diesmal neben dem obligatorischen Kalender eine Wanduhr. Entworfen von Sarah Schiffer und aus Papier gefertigt zeigt sie die stilisierte Rathaus-Silhouette.
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