Düren - Larue denkt auch über kulturellen Eigenbetrieb nach

Larue denkt auch über kulturellen Eigenbetrieb nach

Von: Jörg Abels
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Schlankere Verwaltung: Im Dürener Rathaus werden bis Ende 2011 aus Kostengründen vier Ämter aufgelöst.

Düren. Auf dem steinigen Weg, den städtischen Haushalt bis Ende 2011 zu konsolidieren, soll eine schlankere Verwaltung jährlich rund 600.000 Euro einbringen. 1,5 Prozent des 39,8 Millionen Euro schweren Personalbudgets muss Bürgermeister Paul Larue nach dem Willen der CDU abspecken. Am Montag präsentierte er seine Pläne, die auf betriebsbedingte Kündigungen verzichten, Altersteilzeit beinhalten und den Wegfall von vier Ämtern.

Niemand wird degradiert

Aufgelöst werden in den nächsten drei Jahren das Amt für Informationsverarbeitung, das mit dem Hauptamt fusioniert, das Standesamt, das ins Bürgerbüro integriert wird, sowie das Bauverwaltungs- und das Wohnungsförderungsamt, deren Aufgaben auf andere Dienststellen übertragen werden.

„Wichtig ist”, betonte Larue, „kein Mitarbeiter wird degradiert. Wir nutzen die natürliche Altersfluktuation und verzichten darauf, frei werdende Amtsleiterstellen neu zu besetzen.” Endgültig verzichten wird die Stadt auch auf die Stelle eines dritten Beigeordneten, die ohnehin seit Jahren vakant ist. Die Verwaltung hat damit dauerhaft nur noch vier Dezernate.

Die bislang eigenständigen Institute im kulturellen Bereich (Archiv, Museum, Volkshochschule, Stadtbücherei und Musik- und Veranstaltungsmanagement) werden zusammengelegt. Noch offen ist die Frage der Rechtsform, ob unter dem Dach eines klassischen Kulturamtes oder als städtischer Eigenbetrieb. „Derzeit werden verschiedene Modelle untersucht”, erklärte Larue.

Bis Ostern will der Bürgermeister einen Vorschlag auf dem Tisch haben, schließlich steht die Nachfolge von Museumsdirektorin Dr. Dorothea Eimert an. „Es ist klar, dass das Museum wieder eine qualifizierte Leitung bekommt”, betonte Larue. „Aber wir müssen sehen, ob die neue Leitung nicht auch zusätzliche Funktionen übernimmt.”

Längere Wartezeiten?

Weil mit der Reduzierung der Zahl der Führungskräfte allein das geforderte Einsparvolumen jedoch nicht erreicht werden kann, sollen Arbeitsplätze, die durch Altersteilzeit frei werden, nach Möglichkeit nicht neu besetzt werden. 26 Mitarbeiter haben bis Ende 2008 entsprechende Anträge gestellt, alle wurden genehmigt.

Dass sich die verbleibenden Mitarbeiter dadurch auf Arbeitsverdichtung und die Bürger in einigen Bereichen auf längere Wartezeiten einstellen müssen, will Larue nicht verschweigen. „Wir versuchen aber, das durch eine bessere Organisation zu kompensieren.”

In einem ersten Reformschritt hat Paul Larue zum 1. Januar bereits das Thema Integration zur Chefsache erklärt und die Wirtschaftsförderung unter seiner Regie um zwei Halbtagskräfte aufgestockt. Im Gegenzug bekam Kämmerer Harald Sievers die Verantwortung über Haupt- und Sozialamt, während das Bürgerbüro fortan in die Zuständigkeit von Ingrid Wolter fällt.
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